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Malgrat de Mar – drei Klassen wachsen zusammen

HHU3 HHU6 und HHU7. Diese drei Klassen machten sich am 20.05.2011 in eigens für die Fahrt gestalteten T-Shirts auf die 20-stündige Reise nach Malgrat de Mar an der Costa del Maresme. Mit von der Partie waren für die drei Klassen Herr Kriegel, Herr Dr. Balla und Herr Preuß sowie als Verstärkung und Dolmetscherin Frau Rancano Millares. Schon im Bus kam Stimmung auf, denn durch iPod-Dockingstations wurde musikalische Unterhaltung gewährleistet. Nach mehreren Pausen und einigen Überraschungen („Auf so eine französiche Toilette geh’ ich aber nicht!“) kehrte dann aber schließlich Ruhe ein. Einigermaßen ausgeschlafen erreichte die Gruppe im Doppeldeckerbus deshalb am nächsten Vormittag bei strahlendem Sonnenschein Malgrat de Mar. Dort gab es erst einmal die Möglichkeit, sich im Hotel und in der Umgebung umzusehen. Kurze Zeit später waren dann auch schon die Badesachen ausgepackt und der Pool bevölkert. Bei einer Begrüßungssangria am Abend saß man schon klassendurchmischt. Kurz darauf sah man viele Schüler in blau-weißen Trikots – Schalke wollte schließlich an diesem Abend DFB-Pokalsieger werden. Als dies dann auch gelang, fand die Freude kein Ende. So besaß schon der erste Abend vor Ort ein denkwürdiges Ereignis und sollte zum guten Vorzeichen für die ganze Fahrt werden.

Am Sonntag ging es mit den beiden netten Busfahrern Heinz und Karl-Heinz (die die Gruppe während der Busfahrten mit gekühlter Limonade versorgten) zum Markt nach Tordera, wo es neben Kleidung, Ramsch und lebenden Tieren praktisch alles zu kaufen gab. Unter anderem erstanden die Lehrer und der Schüler Paul zwei ganzen Schinken (von einigen muslimischen Schülern jeweils nur „Das Schweineding!“ genannt), die bis zum Ende der Fahrt merklich kleiner wurden.

Abends wurde das Programm mit einem Besuch der Wasserspiele in Barcelona fortgesetzt, die mit einem Zusammenspiel aus Wasser, farbigem Licht und Musik wohl zu den beeindruckendsten Erlebnissen der Studienreise wurden.

Barcelona war auch das Ziel des nächsten Tages. Unterstützt durch die Reiseleiterin wurden die schönsten, geschichtsträchtigsten und bekanntesten Orte der katalanischen Hauptstadt besucht. So sah man den Strand, den Park Güel, das Stadion des FC Barcelona, und neben dem Wahrzeichen der Stadt –der Sagrada-Familia-Kirche von Gaudi- auch noch einige andere schöne Flecken. Durch vorübergehende gesundheitliche Probleme eines Schülers konnte der letzte Haltepunkt, die Ramblas-Einkaufsmeile in Barcelona, allerdings nicht mehr angefahren werden. Dennoch gab es abends eine kleine Geburtstagsfeier für einen Schüler.

Der Dienstag war dann der Tag für selbstständige Studien im Bereich „Land und Leute“. Viele Schüler nutzten die Zeit um kulinarische und interkulturelle Erfahrungen zu machen, sowie die lokalen Bräuche und Sprachvarietäten zu studieren. Andere hielten die Leibesertüchtigung für wichtiger und schwammen im Meer, im Hotelpool, übten ihre Teamfähigkeit beim Ballspiel am Strand oder trainierten im nahen Fitnessstudio.

Richtig interessant wurde für die meisten jedoch der Abend – denn es stand der Besuch einer Diskothek in Calella an, wo so mancher sein Talent für das Tanzen entdeckte.

Weniger gut gefiel den Tanzwütigen jedoch das frühe Aufstehen am nächsten Morgen, denn das Kloster Montserrat und die Sektkellerei Freixenet warteten. Mittags stärkten sich die Spanienfahrer am Büffet mit einheimischen Speisen und vernichteten große Mengen Schalentiere. Der Abend stand im Zeichen eines Abschlusstreffens am Strand. Doch damit war die Reise noch nicht zu Ende, denn der Donnerstag hielt noch etwas Programm bereit.

Nach einem mehr oder weniger tränenreichen Abschied vom Hotel („… zu Hause gibt’s wenigstens wieder vernünftiges Essen“) fuhr der Bus nach Lloret de Mar, wo eine Glasbodenyacht bestiegen wurde. Diese rauschte bei blauem Himmel, schäumender Gischt und passender Musik nach Tossa. Denn dort wurde im Burgrestaurant noch einmal typisch katalanisch gegessen bevor der Bus endgültig den Weg in Richtung Heimat einschlug.

Als dieser schließlich wieder in der Heimat eintraf, waren die Schüler sich einig:

Vorher waren wir drei Klassen, aber jetzt sind wir eine Gemeinschaft.