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Bericht zur Betriebsbesichtigung bei der Johann Spielmann GmbH ("Stiftsquelle") in Essen

 

Am 7. Juli 2011 fand mit der Klasse AH11B eine Betriebsbesichtigung  bei der Johann Spielmann GmbH ("Stiftsquelle") statt.

Zusammen mit dem BWRE-Lehrer Herrn Hege und Frau Ekici fuhren wir von Buer gemeinsam mit der Straßenbahn nach Essen. Dort angekommen wurden wir freundlich empfangen. Nach der Begrüßung folgte der Vortrag über das Unternehmen. Man erklärte uns, wie früher Wasser transportiert wurde und welche Entwicklungen folgten.

Von Holzfässern und Tonflaschen, der Glasflasche, bis zur bekannten PET-Flasche war es ein langer Weg. Da sich die Wasserunternehmen entschlossen, eine genormte Glasflasche zu produzieren, konnte man so ein einheitliches Pfandsystem entwickeln. Nachdem manche Gastronomen zu dem Entschluss kamen, dass man diese Flasche nicht am gedeckten Tisch präsentieren könne, entwickelte das Unternehmen eine passende Gastronomie-Flasche mit einem schicken Design.

Anschließend wurde uns erläutert, was der Unterschied zwischen Tafelwasser und Mineralwasser ist. Somit wird Tafelwasser oder auch Oberflächenwasser an der Oberfläche gewonnen und ist vergleichbar mit normalem Leitungswasser. Wogegen das Mineralwasser eine höhere Qualität erlangt, nachdem es durch mehrere Gesteinsschichten gefiltert und mineralisiert wurde. Es wird aus einem unterirdischen See mit Hilfe eines Brunnens nach oben gepumpt und danach mit Kohlensäure (0,25 mg/l (Medium) oder 0,5 mg/l (Natürliches Mineralwasser) versetzt.

Nach einer ausführlichen Einführung in das Unternehmen machten wir uns auf den Weg in das „Herz“ des Unternehmens. Bevor wir jedoch die Produktionshalle betreten durften, mussten wir  uns mit einer Warnweste bekleiden.  Auf dem Weg wurde uns ein Blick auf einen der acht Brunnen geboten.

Uns wurde erklärt, dass diese unter ständiger Bewachung stehen müssen, denn falls jemand diesen Brunnen verunreinigt, kann dies den Ruin des Unternehmens bedeuten.

Zunähst erhielten wir einen Einblick in die PET-Streckmaschine, in der PET-Rohlinge auf über 100 °C erhitzt und in die gewünschte Form gestreckt werden.

Über eine spezielle Schiene werden die Flaschen mittels Luftdruck quer durch die gesamte Halle in die Abfüllanlage befördert.

Die Glasflaschen durchlaufen zunächst eine Spülmaschine, dann eine spezielle Natronlauge, die die alten Etiketten ablöst.

Danach bekamen wir einen Einblick in die ausgeklügelte Flaschen-Inspektions-Maschine. Hier werden mit Hilfe von acht Lasern die Flaschen auf jegliche Schäden und Verunreinigungen geprüft.

Die Befüllung der Flaschen erfolgt in einem Füllkarussell. Nun werden die Flaschen mit speziellen PET-Etiketten beklebt.

Ein Highlight stellte eine Maschine dar, die alle Flaschen zur besseren Lesbarkeit mit dem Etikett zur Frontseite platziert. Die Stiftsquelle ist bis jetzt der alleinige Besitzer einer solchen Maschine. Diese wurde als Marketing-Strategie zur besseren Präsentation der Produkte in den Getränkemärkten erworben.

Die Vertriebsgebiete des Unternehmens sind das Ruhrgebiet, das Sauerland, das Münsterland und der Niederrhein.

Die Stiftsquelle ist ein Familienunternehmen und außerdem ein umweltbewusstes Unternehmen.

Wir empfanden die Besichtigung als sehr sehenswert und würden jedem empfehlen, dort eine Betriebsbesichtigung zu vereinbaren. Man bekommt Einblicke in die Produktion eines Unternehmens und darf auf der gesamten Besichtigung sogar fotografieren, was sonst nur selten, wenn überhaupt möglich ist.

Philipp Klemm, Alexander Kohlus (Schüler der AH11B)