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Betriebsbesichtigung bei ThyssenKrupp Nirosta von der AH12B - ein Schülerbericht

Pünktlich um 7:30 Uhr ging es am 26.01.2012 mit unserem BWRE-Fachlehrer, Herrn Hege, nach Bochum zu ThyssenKrupp Nirosta.

Da viele Schüler über ein Schokoticket verfügen, sind wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren und kamen nach ca. 1,5 Stunden an. Sofort wurden wir von drei netten Herren begrüßt, die sich als unsere persönlichen, fachkundigen Guides herausstellten.

Doch bevor die Führung durch den Betrieb stattgefunden hat, gab es zum Einstieg eine Präsentation über das Unternehmen. Es wurden viele Informationen über den Weltkonzern ThyssenKrupp AG vermittelt, zum Beispiel die Mitarbeiteranzahl, die Geschäftsfelder, die Umsatzentwicklung und die Produktpalette.

Damit die Besichtigung reibungslos statt finden konnte, war es nötig einen Bus zu mieten, da die Entfernung auf dem Gelände zwischen den einzelnen Stationen sehr groß war. Auf unsere Sicherheit wurde auch sehr viel Wert gelegt, so war das Tragen von Schutzmantel, Schutzbrille und Helm unerlässlich.

Nun ging es tatsächlich endlich los. Zuerst fuhren wir in das Stahlwerk, dort durften wir Zeugen eines besonderen Vorgangs sein, nämlich der Chargierung eines Ofens. Dieses Ereignis findet ein- bis zweimal im Monat statt und bedeutet die Befüllung eines Ofens mit einem Gemisch aus altem Schrott und anschließender Zündung.

Unsere nächste Station war das Warmbreitbrandwalzwerk. Dort haben wir die Bearbeitung von Stahlblöcken, die sogenannten Brammen, gesehen. Diese werden bei extrem hohen Temperaturen und unter sehr großem Druck (bis zu 8.500 t) gewalzt und anschließend gekühlt, wobei die Kühlung kontrolliert statt findet, da diese für den späteren Verwendungszweck des Materiales verantwortlich ist.

Im Kaltwalzwerk wurden die Brammen durch Kaltwalzen aufgerollt – diese „Rollen“ nennt man auch Colis.

Bei der Feuerverzinkung wurde eine neue Feuerbeschichtung auf die Colis hinzugefügt.

Natürlich erfuhren wir auch, wie umfangreich die Verwendung von Stahl und Roheisen ist, denn die Produkte von ThyssenKrupp Nirosta finden Verwendung im Fahrzeugbau (sowohl Autos als auch Schiffe) und auch im Haushaltsgerätebereich (Kochtöpfe usw.).

Der ausschlaggebende Punkt dieser Betriebsbesichtigung war für die AH12B das zuvor im Unterricht besprochene Thema „Fertigungsverfahren“. Aus diesem Grund war es ein Highlight die besondere Variante der Chargenfertigung hautnah zu erleben.

Am Ende der Betriebsbesichtigung wurden wir mit einem umfangreichem Imbiss und erfrischenden Getränken versorgt und konnten so in gemütlicher Runde noch einmal Fragen rund um die Stahlerzeugen und um ThyssenKrupp Nirosta stellen.

Mit vielen Eindrücken fuhren wir wieder nach Gelsenkirchen-Buer zurück.

Alles in allem kann man sagen, dass dieser Tag uns einen interessanten Blick in die Stahlindustrie vermittelt hat.

(Kathrin Winkel und Mirca Rausch aus der AH12B)