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„Backen für Bildung“

Weihnachtszeit = Zeit des Helfens

Schülerinnen und Schüler des Bildungsganges „Allgemeine Hochschulreife“ engagieren sich für das Projekt „Asociación Pukllasunchis“ in Peru. Diese private Bildungsinitiative setzt sich für die Verbesserung des peruanischen Bildungssystems ein, um die Lebenschancen der unteren Volksschichten in den städtischen Armenvierteln und den Landgemeinden nachhaltig zu verbessern.
Die Schülerinnen und Schüler des Bildungsganges „Allgemeine Hochschulreife“ hatten sich dieses Jahr für ihr Engagement auf dem Bueraner Weihnachtsmarkt, am 25.11.2006, ein großes Ziel gesetzt: Sie wollten zum einen eine Fotostrecke für das WAZ Internetangebot erstellen und zum anderen ein Schulprojekt in Peru unterstützen. Die Fotostrecke erstellten die Schülerinnen und Schüler als geübte Zeusreporter in gewohnt „professioneller“ Manier.

 

 

 

 

 

 

Eindrucksvoll war, zu erleben, mit welchem Eifer und mit welcher Freude die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren. Die Idee der Jugendlichen war, mit dem Verkauf von selbst zubereiteten Keksen, Rumkugeln, gebrannten Mandeln und Waffeln möglichst viel Geld für die Kinder in Peru zu erwirtschaften.
Selbst am Freitagabend haben die Schülerinnen und Schüler noch die Ärmel hochgekrempelt und in den Küchen der Eltern – die Eltern unterstützen zudem tatkräftig mit Sachmitteln und praktischer Hilfe - weihnachtliche Leckereien gezaubert.

 

Trotz der vorangegangenen Strapazen verkauften die Schülerinnen und Schüler am Samstag an ihrem Weihnachtsmarktstand voller Elan und Freude. Die Kombination von Engagement, erfrischender Freundlichkeit und Qualitätsprodukten überzeugte. Der Einsatz auf dem Weihnachtsmarkt brachte einen Reingewinn von 283,- Euro für das Projekt „Asociación Pukllasunchis“. Auch hat eine Vielzahl von Weihnachtsmarktbesuchern bestimmt schon lange nicht mehr so gerne für Einkäufe bezahlt, wie an diesem Samstag bei den engagierten Jugendlichen. Trotz des wenig weihnachtlichen Wetters lag etwas in der Luft:


Weihnachtszeit =
Zeit des Helfens

Diese peruanischen Schülerinnen und Schüler werden das freiwillige Engagement mit Sicherheit zu schätzen wissen.


Weihnachtszeit =
Zeit des Helfens

Unterstützen Sie eine Schule in Peru

"PUKLLASUNCHIS - Schulen für Cusco“


Cusco-Peru

Peru ist ein Land vieler Kulturen. Im Andenhochland leben die Quechuas, die über drei Millionen - bei einer Gesamtbevölkerung von 28 Millionen - zählen, und rund eine halbe Million Aymaras. Im östlichen Urwaldgebiet in Richtung Amazonas leben über sechzig verschiedene ethnische Gruppen mit ihren eigenen Sprachen. Diese Vielfalt könnte eine große Chance für das Land sein. Die staatliche Politik tendiert jedoch zu einer allgemeinen Assimilation der ganzen peruanischen Bevölkerung. Dadurch geht der große Reichtum der verschiedenen Kulturen und das Wissen, das jede Gruppe im Umgang mit der lokalen und regionalen Umwelt erworben hat, langsam verloren. Das verringert auch die Möglichkeit, dass alle Gruppen zur nationalen Politik beitragen und eine demokratische Gesellschaft aufbauen können. Wirtschaftlich ist Peru eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Rund ein Fünftel der Bevölkerung lebt in extremster Armut. In bestimmten Regionen wie dem Andenhochland oder den Urwaldgebieten sind es fünfzig Prozent oder mehr - damit gehören die Quechuas, die Aymaras und die Gruppen im Amazonasurwald zu den ärmsten Schichten.

Schulsystem

Das offizielle, traditionelle Schulsystem verstärkt die Diskriminierung einzelner Kulturen, den Druck zur Assimilierung, die Distanz zwischen den sozialen Schichten und die konventionelle Rollenverteilung zwischen Knaben und Mädchen. Rund vierzig Prozent der Kinder geben die Schule vorzeitig auf. Vor allem in den städtischen Armenvierteln, im Andenhochland und den Urwaldgebieten zwingen wirtschaftliche Probleme die Kinder schon sehr früh zum arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen. Andererseits ist das, was sie in der Schule lernen würden, für ihr praktisches Leben kaum brauchbar und deshalb kein Anreiz für eine längere Schulausbildung. Die Klassen zählen zwischen 40 und 60 Schülerinnen und Schüler; es fehlt an Schuleinrichtungen und Unterrichtsmaterialien. Trotz diversen Schulreformen sind die Lehrmethoden in der Praxis immer noch sehr traditionell, der Unterrichtsstil ist ausgesprochen autoritär und Auswendiglernen steht im Zentrum.

Idee

Die Asociación PUKLLASUNCHIS ist eine private, peruanische Organisation mit staatlicher Anerkennung, die seit 1981 für die Verbesserung des Schulwesens in Cusco und Peru arbeitet. Sie tut dies vor allem zugunsten der unteren Volksschichten, für Kinder, Jugendliche und Familien in städtischen Armenvierteln und in Landgemeinden. PUKLLASUNCHIS wurde von einer Schweizer Lehrerin und einer kleinen Gruppe von PeruanerInnen aufgebaut, in den ersten Jahren mit Bau und Einrichtung von Kindergärten und Schulen in den Armenvierteln von Cusco, ab 1988 mit einer Pilotschule.


Ziele

"PUKLLASUNCHIS - Schulen für Cusco" betrachtet Bildung als einen wichtigen Entwicklungsfaktor und will Beiträge leisten, die den sozio-kulturellen Realitäten der verschiedenen Regionen des Landes entsprechen und eine interkulturelle Ausrichtung haben. Die Schule soll:


alle Fähigkeiten des Kindes fördern (intellektuelle, praktische, musische und emotionale).
nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch die Entwicklung von Grundfähigkeiten fördern, die es den Kindern ermöglichen, eigenständig zu lernen, zu denken und zu entscheiden;
positive Wertvorstellungen und Grundhaltungen, wie Verantwortungsgefühl, Ehrlichkeit, Solidarität, soziales Verhalten und Gerechtigkeitsempfinden entwickeln;
einen Beitrag zur Erhaltung der kulturellen Identität der Kinder leisten und gleichzeitig ihr Verständnis für andere Lebensweisen erweitern.

 

Stiftung

Das Projekt PUKLLASUNCHIS wird finanziert durch private Spenden, Beiträge von Hilfswerken, vom peruanischen Erziehungsministerium und - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - von den Eltern der Schulkinder.


Helfen Sie mit! Jede Spende kommt an!