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ZEUS - Zeitung und SchuleVon Thomas Terhorst, Eduard-Spranger-Berufskolleg, AH 11 „Wenn man hört, dass an unserer Schule ein ZEUS-Projekt läuft, so denkt man sicherlich zuerst an ein Projekt, was sich mit griechischen Göttern beschäftigt. Das ZEUS jedoch „ZEitung Und Schule" bedeutet, darauf kommen wohl die Wenigsten. Doch was ist ZEUS denn genau? ZEUS ist ein Projekt, durch das Schüler Gelsenkirchener Schulen einen Einblick in das Leben von Zeitungsredaktionen gewinnen können. Gleichzeitig erlernen die Schülerinnen und Schüler Fertigkeiten, die die Redakteure einer Zeitung bei ihrer täglichen Arbeit auch anwenden. Das Erlernte können Schüler sehr gut nutzen, da sie selbst Artikel schreiben, die in der WAZ auf einer Extraseite veröffentlicht werden. Das ZEUS-Projekt läuft vom 09.02.2004 bis 27.03.2004." Die Urheberrechte für die Artikel liegen bei der WAZ.
02.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Nach der Diät folgt oft der Jojo-EffektZur Gewichtsabnahme sollten Pillen nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden Auch wenn der Gedanke verlockend ist: Einfach ein paar Pillen nehmen und alle Problemzonen sind weg. Die Realität sieht allerdings anders aus. Nach Aussage mehrerer Gelsenkirchener Apothekerinnen sind Diätpillen bedenklich. Viele Produkte eignen sich nur für Übergewichtige in Zusammenhang mit einer Diät. Die so genannten Appetitzügler quellen im Magen auf und hemmen das Hungergefühl. Jedoch ist hier die psychische Abhängigkeit sehr groß und ein Jojo-Effekt ist vorprogrammiert. Die Quellstoffe sind verschreibungspflichtig und dürfen nur mit Beaufsichtigung eines Arztes eingenommen werden. Bei einer Diät wird zumeist fettreduziert gegessen. Durch die Quellstoffe werden zusätzlich Fette ausgeschwemmt, obgleich bereits eine Fettreduzierung vorliegt. Warum also nicht bei der Diät bleiben, ohne schädliche Zusatzprodukte? Alle befragten Apothekerinnen waren der Meinung, nur eine gesunde Ernährungsumstellung kann das Übergewicht beseitigen. Bestimmte Produkte zur Gewichtsabnahme seien reine Profitgier. Wenn man jedoch eine Zeitung oder Zeitschrift aufschlägt, sieht man oftmals Werbeanzeigen der Wundermittel mit Zertifikaten und Garantie der Wirkung. Selbst Prominente werben für die Diätpillen, die man zumeist nur bestellen und nicht in der Apotheke kaufen kann. Wenn man sich die Vorher-, Nachher-Bilder ansieht, werden Verbraucher dazu verführt, diese Pillen zu kaufen. Sieht man sich einige Bilder mal genauer an, könnte man auch daraus schließen, dass sie mit dem Computer in die entsprechende Position gebracht worden sind. Die befragten Apothekerinnen hielten diese Anzeigen auch für bedenklich. Die Zertifikate und Garantiebelege sind vielleicht nachgewiesen, aber mit Personen, die zumindest eine Diät machen oder Sport treiben. Außerdem enthalten diese Pillen meist Vitamine oder Spurenelemente, die wichtig für den Körper sind, aber nicht gleich eine Gewichtsabnahme hervorrufen. Leider glauben viel zu viele Menschen, die den Wunsch nach einer perfekten Figur haben, an solche Wundermittel. Außerdem: Wir sind alle Menschen und keiner ist perfekt. Rebecca Bodener, Jenny Schroeder, Klasse AH-11, Spranger-Berufskolleg
02.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Nachfrage nach "Nemos" steigtKinofilm begeistert Publikum – Empfindliches Öko-System ist gestört Es ist ein Traum, an einem tropischen Korallenriff herab zu tauchen, die Farbenvielfalt der Korallen und Fische zu bestaunen und eventuell "Nemo" zu treffen. Leider ist dies nur noch an sehr wenigen Plätzen im Ozean möglich. Denn auch die Unterwasserwelt wird durch den Menschen zusehend gefährdet. Und wo es noch möglich ist, da wird schonungslos gefischt und keine Rücksicht auf das empfindliche ökologische System des Riffes genommen. Der Kinofilm "Findet Nemo" hat in den vergangenen Monaten sehr viele Zuschauer begeistert - vor allem Kinder. Und seitdem der Film in den Kinos läuft, wurden auch mehr "Nemos" in den Zoo-Fachgeschäften verkauft. Dies ist zwar gut für die Geschäfte, nicht jedoch für die Fische. Experten warnen, dass viele der neuen "Fischfreunde" keine Ahnung haben, wie man die empfindlichen Tiere artgerecht hält. Dieses Unwissen ist für die Fische meist tödlich. Doch was weitaus Besorgnis erregender ist: Die meisten der verkauften tropischen Fische - wie Nemo - sind Wildfänge. Das heißt, sie werden im Meer gefangen, in Plastikbeutel verpackt und per Flugzeug in die Industriestaaten gebracht. Dort kommen die meisten dieser Fische erst gar nicht lebend an, sie sterben oftmals kurz nach der "Gefangennahme". Zum Fangen der tropische Fische wird ein Gift verwendet, das die Tiere für kurze Zeit lähmt. So können die schönsten Exemplare "in Ruhe" ausgesucht werden. Der Haken dabei: Das Gift schädigt die Korallen nachhaltig. Dazu kommt, dass der Rückgang der Fischbestände das empfindliche Ökosystem der Korallenriffe zusätzlich stört, denn sehr viele Korallen leben in Symbiose mit den Fischen. Zum Beispiel ist "Nemos Haus" eine Anemone. Diese Art ist dringend auf die Fische angewiesen, um sich gegen andere Korallen zu verteidigen. Es ist teilweise bedenklich, wie Menschen in ihrer Habgier Korallenriffe ausbeuten und die Ozeane zerstören. Dabei sind die Tropenfische nur ein trauriges Beispiel. Jährlich werden außerdem viele Blauwale getötet, nur um ein paar Kilogramm Walöl zu gewinnen. Auch die intelligentesten Tiere der Welt, die Delfine, werden vom Menschen gejagt und beispielsweise für Kriegseinsätze missbraucht, um Unterwasserbomben zu suchen. Die Erde besteht zu 75 Prozent aus Wasser, und das Einzige, was der Mensch bisher vom Ozean wirklich gut kennt, ist die Wasseroberfläche. Der Mond ist teilweise besser erforscht, als die Ozeane, die 80 Prozent aller Lebensformen beherbergen. Hans Gleisberg, Klasse AH-11, Eduard Spranger-Berufskolleg
03.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Körpersprache hilft Gehörlosen zu verstehenReferentinnen bei Schülern zu Gast Viele von uns haben im normalen Alltag mit Menschen zu tun, die uns entweder schlecht oder gar nicht hören können. Oft sind es ältere Verwandte oder Nachbarn, die uns in letzter Zeit immer schlechter verstehen können. Es ist immer schwer, mit diesen Mitmenschen zu kommunizieren. Für einen Menschen, der seit jeher mit dieser Einschränkung zu kämpfen hat, ist dies natürlich ein Problem, das gelöst werden muss. Von Alltagsproblemen der Gehörgeschädigten berichteten drei betroffene und fachlich versierte Referentinnen der Klasse HHO4 des Eduard-Spranger-Berufskollegs. Die Klasse beschäftigte sich im Deutschunterricht mit Caroline Links Buch "Jenseits der Stille". Unter den Referentinnen war auch die in der Beratung des "Deutschen Schwerhörigen Bundes" (DSB) tätige Gisela Kaul, die neben ihrer Beschäftigung beim DSB auch als Schrift-Dolmetscherin, zum Beispiel bei Gerichtsverhandlungen, arbeitet. Hierbei schreibt sie für Hörbehinderte, die weder die Gebärdensprache beherrschen noch von der Mimik und den Lippen ablesen können, die Gespräche im Gerichtssaal mit und projiziert diesen Text auf eine Leinwand, damit der Gehörgeschädigte dem Geschehen folgen kann. Dies könnte sie sich bei Sigrid Perlitz und Ingelore Stephan sparen. Die beiden weiteren Referentinnen dieser Schulung sind zwar hörgeschädigt, aber nicht so stark, dass dies ihre Kommunikationsfähigkeit entscheidend beeinträchtigen würde. Sigrid Perlitz besuchte eine normale Schule und erst später stellte sich heraus, dass sie vor allem Konsonanten nur schwer verstehen kann. Diese Einschränkung konnte sie aber dadurch ausgleichen, dass sie von den Lippen abliest. Inzwischen hat sie damit fast keine Probleme mehr. Ingelore Stephans Einschränkung war dagegen erheblich schwerer. Mit zunehmendem Alter verlor sie ihr Gehör immer mehr und vermied aufgrund ihrer Behinderung Gespräche und den Umgang mit anderen Menschen. Doch damit wollte sie sich nicht abfinden und suchte nach Möglichkeiten, ihr Gehör wieder zu verbessern. Diese bot sich ihr 1991 in Hannover. Da ihr Hörnerv intakt war, konnte bei ihr eine Innenohrprothese (ein so genanntes Cochleaimplantat) implantiert werden. Hierbei leitet ein Mikrofon das gesprochene Wort über einen am Körper getragenen Sprachprozessor weiter. Dieser wandelt die Wörter in elektronische Signale um und leitet diese ans Gehirn weiter. Das Gehirn muss die Geräusche dann allerdings neu lernen, da in der gehörlosen Zeit die Erinnerungen an eigentlich bekannte Geräusche verloren gehen. Für viele hörgeschädigte Personen ist eine solch aufwändige Operation allerdings nicht zwingend notwendig. Gerade in der Jugend ertaubte oder seit der Geburt gehörlose Menschen können sich auch auf Arten verständigen, für die sie keine Geräusche benötigen. Hierfür existiert eine Vielfalt von Kommunikationshilfen. So zum Beispiel das Lippenablesen, die Körpersprache, das Fingeralphabet oder aber vor allem die Gebärdensprache, die als "Deutsche Gebärdensprache" (DBS) festgelegt ist. Für gehörlose Blinde gibt es zusätzlich noch das System der Lormen, wobei jeder Punkt der Finger einem Buchstaben entspricht. Grundsätzlich sollte man beim Umgang mit Gehörgeschädigten auf eine ausdrucksstarke Körpersprache und ein deutliches und lauteres Sprechen achten, um diesen Mitmenschen die Furcht vor dem alltäglichen Leben zu nehmen und sie vor ihrer drohenden Isolation zu bewahren. Agnes Fojt, Vanessa Feige, Klasse AH-11, E.-Spranger-Berufskolleg
06.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Das Skalpell an der Nase ist kein TabuZEUS-Umfrage zu Schönheits-OP Bin ich hübsch genug? Ist mein Körper perfekt? Bin ich attraktiv? Was würde ich an mir verändern lassen? Mit diesen immer aktuellen Fragen haben sich zwei ZEUS-Reporterinnen vom Eduard-Spranger-Berufskolleg beschäftigt und eine Umfrage zu diesem Thema innerhalb der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren durchgeführt. Fast jeder hat sich schon einmal die Fragen gestellt: Ist mein Gesicht makellos? Was ist an mir veränderungsbedürftig, was stört mich oder meinen Partner an meinem Körper? Besonders junge Leute beschäftigen diese Fragen, da sie attraktiv sein wollen. Viele der Befragten mussten nicht lange überlegen und gaben gezielt Antworten - so auch der 23-jährige Sven: "Meine Nase ist ein bisschen zu lang, jedenfalls scheint es so, wenn man mich von der Seite anschaut." Auf die Frage, ob er einer Nasen-Operation zustimmen würde, lautete seine Antwort: "Ja". Besagtes Nasenproblem plagt außerdem noch vier weitere Leute: Wenn sie das Geld hätten, gaben sie an, würden sie sich einer Operation sofort unterziehen. Als man sie auf die Risiken ansprach, die eine solche Operation mit sich bringen könnte, meinten sie nur trocken, dass der Wunsch nach einer perfekten Nase größer sei als die Angst vor den Risiken. Eine nicht perfekte Nase ist jedoch nicht das Einzige, was die Leute von heute quält, ebenso ist es bei vielen das Übergewicht. Besonders junge Frauen im Alter von 16 bis 25 wünschen sich ihre "Fettmassen" weg. So auch die 17-jährige Susanne: "Diäten helfen mir nicht, ich halte sie nicht durch, höchstens zwei Wochen, danach stopfe ich mir die Kalorienbomben wieder rein." Auf die Frage nach einer Fettabsaugung erhellte sich Susannes Gesicht wieder. Sie sagte, sie würde einem solchen Eingriff sofort zustimmen. Fünf weitere junge Frauen schlossen sich übrigens ebenfalls Susannes Antwort an. Vier von insgesamt 15 Befragten gaben zur Antwort, dass sie nichts an sich verändern lassen wollten. So auch Daniel Maier (25): "Es kann auch manchmal die innere Schönheit zählen, zum Beispiel die Ausstrahlung, die man hat und diese kann man nicht mal eben durch eine Operation herbeizaubern." Das Fazit der beiden ZEUS-Reporterinnen lautet abschließend: Nobody is perfect! Andrea Möllmann, Alisia Ratnavadivel, Eduard-Spranger-Berufskolleg, Klasse AH 11
09.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Einiges liegt in der Pflege noch im ArgenInterview mit einem Altenpfleger Matthias Menne (27) ist nicht nur Altenpfleger im Convenio-Zentrum für
integrative Altenpflege, sondern studiert zudem Pflegewissenschaften an der
Universität Witten/Herdecke und ist zudem Dozent für Pflegeberufe bei der Awo.
Nach einem Vortrag über seinen Beruf mit dem Themenschwerpunkt "Tod und
Sterben" für Schülerinnen der ZU 2 (Zahnmedizinische Fachangestellte) des
Eduard-Spranger-Berufskollegs sprach ein ZEUS-Reporter im Anschluss daran mit
Matthias Menne über seinen Beruf, sein Studium und den Umgang mit dem Tod als
"täglichem Begleiter". Daniel Schlöhlein, Eduard-Spranger Berufskolleg, Klasse AH-11
09.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Schulschwänzer stecken im TeufelskreisZEUS-Interview: Ursachen und Probleme der Schulverweigerer sind vielschichtig Der Lehrerverband schätzt, dass täglich mindestens 100 000 Schüler dem Unterricht fernbleiben - Tendenz steigend. Rund eine halbe Millionen Schüler sollen dabei regelmäßig "blau machen". Dabei werden die so genannten "Schulschwänzer" den Angaben zufolge immer jünger. Zudem verlassen mehr als 9 Prozent die Schule ohne Abschluss. Um ein Bild von den Ursachen dafür zu bekommen, sprach ein Zeus-Reporter mit einem "aktiven Schulverweigerer" (Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt). Dabei zeigte sich, dass die Beweggründe oft vielschichtig sind. Probleme im Elternhaus und mangelnde Hilfe erschweren oft den Weg zurück in die Schule. ZEUS: Seit wann
gehst du nicht mehr regelmäßig zur Schule? Tanja Simon, Sabrina Kussauer, Eduard-Spranger-Berufskolleg, Klasse AH-11
12.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Wir werden auf die WM bestens vorbereitet seinZEUS-Interview mit Polizeipräsident Rüdiger von Schönfeldt - Viele Straftaten werden nicht angezeigt Der Anstieg der Kriminalitätsrate und die Sicherheit bei der Fußball-WM 2006 waren Themen, über die ein ZEUS-Reporter mit Polizeipräsident Rüdiger von Schönfeldt sprach. ZEUS: In der WAZ
erklärte NRW-Justizminister Wolfgang Gerhards (SPD), dass die
Gewaltbereitschaft bei jungen Leuten zunähme. Können Sie Ähnliches aus Ihrer
Erfahrung berichten? Thomas Terhorst, Eduard-Spranger Berufskolleg, Klasse AH 11
18.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Leckere Fritten verbinden Fußball-FansWas einem BVB-Anhänger in einer Schalker Pommes-Schmiede passieren kann Was kann man schon über Pommes sagen? Ziemlich viel eigentlich. Vor allem wenn der Besitzer der "Lieblings-Pommesbude" leidenschaftlicher Schalke-Anhänger ist, während man sich selbst eher in schwarz-gelben Gefilden tummelt. Wo man auch hingeht, begleitet einen der lockende Duft der fettigen und salzigen Knusperstangen. Was lag da näher, als meinen sowieso schwachen Willen zu brechen und meinen aufkommenden Hunger mit einer deftigen Portion "Pommes rot-weiß" zu bändigen. Schließlich sagte schon Napoleon: "Alle Revolutionen kommen aus dem Magen." Um es nicht ganz so weit kommen zu lassen, schritt ich, wie so oft, frohen Mutes durch die sich bimmelnd öffnende Eingangstür des "Pommes-Paradieses". Aber irgendetwas war anders. Ich hatte ein wirklich seltsames Magengrummeln. Hunger, klar. Nicht nur. Ich musste endlich reinen Tisch mit meinem Pommes-Dieter machen. Ich als Dortmund-Anhänger, er, der Schalker, das kann auf Dauer nicht gut gehen. "Du Dieter, ich muss dir was sagen", sprudelte es aus mir heraus, "ich bin Borusse". Ruhe. Die gesamte Gelsenkirchener Imbissbude war plötzlich ein Fahrstuhl voller fremder Gesichter. Doch da - ein Lächeln in Pommes-Dieters Gesicht. "Is' zwar nicht toll, aber die Pommes sind für alle da. Hauptsache du komms' hier nich' im Zecken-Trikot 'rein", beruhigte er mich. "Ne, klar. Ich wollte es halt nur mal gesagt haben", versuchte ich den Kopf aus der aus Unbehagen geknüpften Schlinge zu ziehen. Ich hatte die Prioritäten völlig falsch erkannt. Zuerst die Pommes, dann der Fußball. "So getz' aber raus hier, du Zecke", entlockte Dieter mir ein gequältes Schmunzeln. Als ich mich daraufhin schleunigst auf den Weg in die Freiheit machen wollte, holten mich seine durch die von Frittenfett geschwängerte Luft geeilten Worte ein: "Hasse nich' wat vergessen?" Völlige Leere in meinem Kopf, vergleichbar mit der bei einer Abfragerunde der Spanisch-Vokabeln, machte sich breit. "Ich wüsste nicht was", stammelte ich. "Die Pommes." Genau, die Pommes. Das Wichtigste. Christian Müßner, AH 11, Eduard-Spranger-Berufskolleg
19.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Europa eröffnet neue MöglichkeitenAusstellung am Spranger-Berufskolleg Schüler der
Klasse AH 11 des Eduard-Spranger-Berufskollegs machen eine Ausstellung zum Thema
Europa und seine Länder. Um mehr über das Projekt zu erfahren, befragte ein
ZEUS-Reporter Sabine Höppner, eine verantwortliche Lehrerin des Projektes. Christian Gardlo, Klasse AH11, Eduard-Spranger-Berufskolleg
21.02.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Das Tor zur großen, weiten WeltZEUS-Reporter besucht in jeder freien Minute den Flughafen Düsseldorf Seit drei Jahren
hat ein ZEUS-Reporter vom Eduard-Spranger-Berufskolleg ein ungewöhnliches
Hobby. Er besucht in fast jeder freien Minute den Flughafen Düsseldorf. Hier
stellt er den Airport vor: Er besteht aus
den drei miteinander verbundenen Terminals A, B und C. Des Weiteren besitzt er
einen eigenen Bahnhof mit ca. 30 Check-in-Schaltern, an denen Passagiere von
ausgesuchten Fluggesellschaften schon am Bahnhof einchecken können. Das
bedeutet, Passagiere, die vom Flughafen Düsseldorf abfliegen, können ganz
bequem mit der Bahn anreisen und haben keine Probleme mit der lästigen und
teuren Parkplatzsuche. Passagiere, die mit der Bahn anreisen, können mit dem
"Sky-Train" - eine Art Schwebebahn vom Bahnhof in den ca. 2 km
entfernten Zentral- und Haupt-Terminal-B "einschweben". Wenn man vom
Flughafen Düsseldorf abfliegt, entfällt das lange Suchen nach dem richtigen
Terminal für den jeweiligen Flug. Dieses Problem hat man in Düsseldorf sehr
gut gelöst und auf mehrere Terminals verteilt. Philipp Krzyzaniak, Klasse AH-11, Eduard Spranger-Berufskollegs
21.02.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Integration: Beide Seiten müssen mitmachenKopftuchstreit hat in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt - Schnelle Eingliederung hat für alle Vorteile Sollten in deutschen Schulen religiöse Symbole wie das Kruzifix oder das Kopftuch verboten werden? Eine Frage, mit der man vor allem bei älteren Menschen eine oft gleich lautende Antwort erhält: Kruzifix ja, Kopftuch nein. Der "Kopftuch- Streit" hat in den letzten Monaten für Aufsehen in der Bevölkerung und in der Politik gesorgt. Überrascht war die Öffentlichkeit zudem vom Vorschlag des Bundespräsidenten Johannes Rau, der ein Verbot von religiösen Symbolen in Schulen nicht ausschließen wollte. Der Streit um die "Kopftuch-Frage" zeigt jedoch, wie tief manche Gräben zwischen den verschiedenen Religionen und Kulturen in unserem Land sind. Dass man diese selbst vor der eigenen Haustür finden kann, beweist eine Debatte, die zuletzt in der Stadt Marl geführt wurde. Dort war man sich uneins über die Frage, ob der Muezzin vom Minarett aus die Moslems in Marl zum Gebet auffordern darf. Dies führte zu einer heftig geführten Diskussion, die in einer turbulenten Bürgerversammlung endete. Die (deutschen) Anwohner hatten befürchtet, dass der Minarett-Ruf sie stark belästigen und eine Abwertung der Lebens- und Wohnqualität in ihrem Stadtteil Marl-Hamm hervorrufen könnte. Als dann noch die ansässige islamische Gemeinde ihr Recht auf Ausübung des Ezan-Rufs einklagen wollte, lief das Fass über. Das Ergebnis: Eine Einigung scheiterte und von einem vergifteten Klima unter den Anwohnern und ansässigen Moslems ist die Rede. Die islamische Gemeinde ließ eine spätere Aufarbeitung des Themas offen, zog ihr Anliegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch zurück. Man wolle den Ezan-Ruf nicht zum Wahlkampfthema der Kommunalwahl im September machen lassen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, in denen sichtbar wird, wozu mangelnde Integration von Migranten führen kann. Nicht selten herrscht in Städten mit einem sehr hohen Migrantenanteil eine "Gettoisierung" vor. Zuwanderer scheuen außerdem häufig den Kontakt mit der deutschen Bevölkerung und bleiben deshalb unter sich. Oft bilden sich in einem Land dann zwei Gesellschaften: auf der einen Seite die Deutschen, auf der anderen Seite die Immigranten. Viele, ob Deutsche oder Ausländer, finden sich mit diesem Problem ab. Man übersieht jedoch die vielen sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Probleme, die sich aus einer Abschottung von Migranten ergeben. Wer selten in Kontakt mit der Bevölkerung eines "neuen, unbekannten" Landes kommt, der hat auch zumeist Probleme beim Erlernen der dortigen Landessprache. Und wer sich hierbei schon verweigert, dem trauen viele ein späteres Bestreben nach Integration nicht zu. Die mangelnde Beherrschung der Landessprache setzt häufig ein "Schneeballsystem" in Gang: schlechtes Deutsch - schlechte Ausbildung schwere Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt Sozialfall? Eine Verquickung von gesellschaftlichen und sozialen Problemen mit ökonomischen Fragestellungen wird also erkennbar. Aus diesen Beispielen integrativer Probleme lässt sich leider keine allgemein gültige Formel, die die Integrationsprobleme behebt, bilden. Es gibt sie wohl auch nicht. Jedoch sollte man sich nicht hiermit abfinden. Meistens wird den Zugewanderten vorgeworfen, dass sie sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollen. Dabei müsste es ein starkes Bestreben Fremder sein, sich mit dem noch Unbekannten vertraut zu machen. Jedoch ist es nicht nur eine großzügige Ausprägung der Gastfreundschaft, wenn sich auch die deutsche Bevölkerung um eine schnelle Eingliederung der Migranten in das Gesellschaftssystem bemüht, sondern es ist auch die logische Konsequenz aus den sich bei mangelnder Integration ergebenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme. Doch was tun? Ohne die Bereitschaft der Migranten geht es nicht, aber auch ohne ein Angebot der Deutschen fehlt den Immigranten eine Anlaufstelle. Man sieht also, dass es ein beiderseitiges Anliegen von Deutschen und Ausländern geben muss, um Migranten in das Gesellschaftssystem bestmöglich aufzunehmen. Sicherlich gibt es mehrere Angebote, die man eröffnen könnte, und gewiss hat jedes gewisse Vorzüge. Wichtig scheint jedoch, dass in den Schulen Migranten im Kindesalter beim Erlernen der deutschen Sprache eine besondere Aufmerksamkeit genießen. Die Idee, eine Vorschulklasse für ausländische Kinder einzurichten, um früh mit der deutschen Sprache in Kontakt zu treten, ist keinesfalls ein schlechter Gedanke. Man darf aber auch nicht die erwachsenen Migranten in diesem Gedankenspiel vernachlässigen. Bisher gibt es schon Kurse bei der Volkshochschule, durch deren Teilnahme das Erlernen der neuen Sprache gefördert werden kann. Es bleibt festzuhalten, dass keine der beiden "Parteien" den "Schwarzen Peter" erhält. Die Meinung, dass das Bestreben nach Integration bei den Ausländern stärker ausgeprägt sein muss, ist sicherlich vertretbar. Jedoch muss auch bei den Deutschen der Wille der Eingliederung der neuen ausländischen Mitbürger vorhanden sein. Von einer verbesserten Integration können nur beide Seiten profitieren. Es ist zu wünschen, dass die Menschen in Deutschland, ob deutsch oder nicht deutsch, ihren Beitrag zu einer besseren Integration von Migranten leisten würden. Thomas Terhorst, Klasse AH-11, Eduard-Spranger-Berufskolleg
27.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Beim Aquarium kommt es auf das Volumen anWer tropische Meerwasserfische halten will, muss mit einer komplizierten Technik umgehen können Der Disney-Film "Findet Nemo" war nicht nur an den Kino-Kassen ein Erfolg. Auch das Interesse an Tropenfischen ist seither deutlich gestiegen, was besonders von Tierschützern angeprangert wird. Zoofachgeschäfte sehen sich in der Debatte nun oft in die falsche Ecke gestellt. Zeus-Reporter sprachen mit Annette Burda, der Inhaberin eines Gelsenkirchener Zoofachgeschäfts. ZEUS: In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Berichte über den Film "Findet Nemo". Dabei wurde teilweise behauptet, dass - ausgelöst durch den kommerziellen Erfolg des Filmes - auch die Nachfrage nach gleichartigen Fischen steigt. Fühlen Sie sich durch diese Berichterstattung als Buhmann dargestellt? Burda: Ja, weil die Tatsachen nicht so sind. Selbst der deutsche Tierschutzbund, der es ja besser wissen müsste, hat einfach nur medienwirksam in eine Kerbe reingehauen. Im Meerwasser kann noch nicht viel gezüchtet werden. Aber die Clownfische, die angeboten werden, stammen aus Nachzuchten. ZEUS: Sehr viele Aquarianer sagen, dass es schwierig wäre, einen echten "Nemo" zu halten. Selbst für erfahrene Aquarianer sei dies ein Problem. Wieso ist das so? Burda: Der "Nemo" an sich ist kein Problem. Aber "Nemo" ist ein Meerwasserfisch und die Technik eines Meerwasseraquariums ist etwa von Kindern nicht zu überschauen. Außerdem ist da noch der deutlich höhere Anschaffungspreis. Zudem ist es mitunter problematisch, wenn man ihn in einem 100-Liter-Aquarium halten will. Denn in einem solch kleinen Aquarium funktioniert die Wassertechnik nicht immer völlig einwandfrei. Minimum sollte ein 300 Liter großes Aquarium sein, damit man ein biologisches Gleichgewicht leichter erhalten kann. Man kann also sagen: je größer, desto besser. ZEUS: Es gilt also, bei Meerwasseraquarien ein hohes Wasservolumen zu haben? Burda: Ja, vor allem um stabile biologische Verhältnisse zu schaffen. Natürlich gibt es auch Anlagen für kleinere Aquarien, doch diese funktionieren in der Regel nicht länger als ein Jahr. ZEUS: Wenn sich ein Kunde nun ein Haustier zulegen will, wie kann er erkennen, ob das Zoofachgeschäft einen seriösen Handel mit den Tieren betreibt? Oder an wen kann er sich wenden, um herauszufinden, welches ein gutes Zoofachgeschäft ist? Burda: Also, sehr viele Zoofachgeschäfte sind bei dem Zentralverband Zoologischer Fachgeschäfte (ZZF) angemeldet. Händler, die dort angemeldet sind, müssen bestimmte Kriterien bezüglich der tiergerechten Haltung erfüllen. Ein Kriterium, an dem der Kunde selbst erkennen kann, ob es sich um einen seriösen Händler handelt, wäre die Unterbringung der Tiere und die Sauberkeit. Das sagt schon viel über den Händler aus. ZEUS: Wie versuchen Sie nun den Fischfans beim Kauf ihrer Fische zu helfen? Burda: Wir versuchen erst einmal eine Grundinformation zu geben, bei den Zierfischen unterstützen wir dann die Kaufentscheidung auch schon einmal dadurch, dass wir bei Fischen, die im Schwarm gehalten werden sollten, unseren Kunden einen günstigeren Preis einräumen. Wir versuchen auch, den Kunden die Vorteile größerer Aquarien zu erklären. Nicht, weil wir sie dadurch "abzocken" wollen, sondern weil ein größeres Aquarium einfacher im biologischen Gleichgewicht zu halten ist als ein kleineres. ZEUS: Im Fernsehen wird manchmal gezeigt, wie tropische Korallenfische mit Betäubungsgiften gefangen werden. Stimmt das? Burda: Früher gab es das leider in einigen Ländern. Doch wenn man sich die Dokumentarfilme genau ansieht, wird man merken, dass es sich immer um dieselben alten Filme handelt. Und wenn man noch genauer hinsieht, wird man auch merken, dass keine Fische gefangen werden, die sich für ein Aquarium eignen würden. Sondern es handelt sich hierbei um Fische, die für den Verzehr gedacht sind. Allerdings wüsste ich kein Land mehr, in dem das heute noch erlaubt ist. Auch von der kaufmännischen Seite wären solche halbtoten Fische doch einfach dumm, uns ist doch an gesunden Fischen gelegen. Hans Gleisberg, AH11, Eduard-Spranger-Berufskolleg
27.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Bücherwürmer treffen hier Hip-Hop-BandsAngebote im Paul-Loebe-Haus Bei der Aktion einer Volksinitiative protestierten im vergangenen Jahr zahlreiche Kinder, Jugendliche und ihre Eltern gegen finanzielle Kürzungen bei Verbänden und Vereinen. Die geplanten massiven Einsparungen des Landes NRW bedrohen die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Die Betroffenen
wollten sich jedoch nicht einfach geschlagen geben und trommelten daher Hunderte
von Kindern und Jugendlichen zusammen, um Einspruch gegen die geplanten
Einsparungen der Landesregierung zu erheben. Das Paul-Loebe-Haus (PLH) des
Bauvereins Gelsenkirchen ist eines der von den Kürzungen betroffenen Häuser.
Die Sparmaßnahmen hinterlassen deutliche Spuren in der gemeinnützigen
Einrichtung, dadurch sind etliche Familien vor Probleme gestellt. Dies spiegelt
sich auch im Alltag der Kinder und Jugendlichen wider. Viele der Jugendlichen,
die hier täglich ein- und ausgehen, sind zu Hause oder in der Schule mit
zahlreichen Problemen konfrontiert. Die Julia Arutina, Klasse AH11, Eduars-Spranger-Berufskolleg
30.03.2004 / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Redaktionsbüro für das ProjektWenn schon eine Aktion mit der WAZ, dann auch richtig: Wie soll man lesenswerte Berichte schreiben ohne ein Zeus-Redaktionsbüro? Dies sah unsere Schule - das Eduard-Spranger-Berufskolleg - genauso und stellte einen Raum zur Verfügung, den wir als Zeus-Redaktion umfunktionieren durften. Der Raum wurde jahrelang als "Abstellkammer für Deutschbücher" genutzt und ebenso lang auch schon nicht mehr geputzt. Somit sollte die Umgestaltung nicht einfach werden. Da wir vier Mädel dazu bereit waren, unsere Freizeit zu opfern, gelang es uns, den Raum zu säubern, die kalten weißen Wände himmelblau zu streichen, die Gardinen gelb zu färben und das alte Sofa mit blauen Laken wieder aufzumöbeln. Zusätzlich schafften wir durch Pflanzen und Kerzen eine inspirierende Atmosphäre. PC und Drucker bekamen wir von der Schule - der redaktionellen Arbeit stand somit nichts mehr im Wege. Mittlerweile fühlen wir uns in dem Redaktionsbüro so wohl, dass wir überlegen, eine Schülerzeitung ins Leben zu rufen, die es an unserer Schule bis jetzt nicht gibt. Unser Fazit: Zeus hat die Lust am Schreiben geweckt! Chantal Klaas, Melina Bastek, Sarah Baumann, AH11, Spranger-Berufskolleg
Was sagt mir "Gott"?Das schreiben Schülerinnen und Schüler Gelsenkirchen, Eduard-Spranger-Berufskolleg, Klasse AH-11 Lehrer: Dr. Ansgar Wolff
„ZEUS“ 2005 gestartet!
Es ist mal wieder soweit: „ZEUS“ (Zeitung und Schule) startet am Eduard-Spranger-Berufskolleg – und diesmal sind wir mit 10 Klassen daran beteiligt. Unter der „Regie“ von Frau Fiand, Herrn Schepers, Herrn Niebisch, Herrn Feldhaus und Herrn Dr. Wolff schlüpfen die Schüler in die Rolle der WAZ-Redakteure, recherchieren, führen Interviews, schreiben selbst Artikel und lesen täglich ihre und andere Artikel in der WAZ, die sie in der Zeit vom 31. Januar bis zum 18. März druckfrisch jeden Morgen auf dem Tisch liegen haben. So wie auf den folgenden Fotos, aufgenommen beim „Zeitungsfrühstück“ der HH-U4 (Höhere Handelsschule/Unterstufe), die damit ihre „ZEUS“-Periode angemessen eröffnet hat.
Interview am 26.01.2005 , Kriminalkommissariat 1 Nord (Gelsenkirchen)Kriminalhauptkommissar, Herr Rainer JamborAllgemeiner Diebstahl in Geschäften durch Jugendliche-Ladendiebstahl-Zeus: Ab wann werden Jugendliche nach Straftaten statistisch erfasst? Jambor: Jugendliche sind erst ab einem Alter von 14 Jahren strafmündig. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht schon viel früher erfasst werden. Bereits Kinder ab 8 Jahren werden erfasst und auch durch die Polizei vorgeladen. Zeus: Kann man das Alter aus der Statistik entnehmen? Jambor : Ja. Danach sind die unter 14-Jährigen sehr stark in Erscheinung getreten. Die genauen Zahlen kann man der beigefügten Kriminalstatistik entnehmen. Zeus: Welche Gegenstände werden am häufigsten aus Geschäften entwendet. Jambor: Das hängt davon ab, ob es sich um Mädchen oder Jungen handelt. Mädchen entwenden überwiegend Kosmetikartikel, Jungen Computerspiele und Unterhaltungselektronik. Kinder entwenden Gegenstände, die gerade im Trend liegen. z.B. Diddl – Sachen oder Pokemonkarten. Zeus: In welchen Geschäften wird überwiegend gestohlen? Jambor: Jugendliche suchen überwiegend große, anonyme Geschäfte. Sie sind der Meinung, dass sie in der Masse unentdeckt Straftaten begehen könnten. Zeus: Wie geht die Polizei mit den überführten Jugendlichen um. Jambor: Zunächst werden vor Ort die Personalien festgestellt und die Jugendlichen bzw. Kinder werden immer den Eltern/Erziehungs-berechtigten übergeben. Anschließend wird eine Anzeige erstattet. Die Anzeige wird unabhängig vom Alter gefertigt. Jugendliche ab 14 Jahren werden dann von der Sachbearbeitung vorgeladen und zu der Straftat vernommen. Kinder ab 8 Jahren, aber unter 14 Jahren, werden ebenfalls vorgeladen und angehört. Die Vernehmungen bzw. Anhörungen finden immer im Beisein eines Elternteils statt. Anschließend wird der Vorgang der Staatsanwaltschaft übersandt. Dort wird dann ein Strafmaß für Jugendliche ab 14 Jahren festgelegt. Kindervorgänge werden dort nur gelagert. Bei Mehrfachverstößen (manchmal auch bei Ersttätern) wird durch die Polizei das Jugendamt informiert und muss in allen Fällen auch tätig werden. Zeus: Welche Strafen gibt es für Diebstähle? Jambor: Pauschal kann man das nicht beantworten. Die endgültige Entscheidung liegt bei der Staatsanwaltschaft bzw. beim Gericht. Die Polizei kann nur aufgrund eines persönlichen Eindrucks Empfehlungen aussprechen. Bei Ersttätern kann das Verfahren unter Beachtung gewisser Auflagen eingestellt werden, z.B. soziale Arbeiten oder Geldstrafe für soziale Einrichtungen. Bei Mehrfachtätern kann auch schon mal Jugendarrest ausgesprochen werden. Zeus: Welche Gründe veranlassen Jugendliche zu stehlen? Jambor: In den wenigsten Fällen spielt Geldnot eine Rolle. Der Druck von außen, alles das zu besitzen, was andere auch haben, spielt eine große Rolle. Meistens werden Sachen gestohlen, die für den Jugendlichen gar nicht so wichtig sind. Aber weil die Freunde den Gegenstand besitzen, möchte er ihn auch haben. Zeus: Wir bedanken uns für das aufschlussreiche Gespräch. Natalia Naumann, Vanessa Jambor, ... HH-U4, Eduard-Spranger-Berufskolleg
03.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Sie flirten fast so schön wie Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda"Sex and the City" gibt´s nicht mehr. Seitdem die letzte Folge der Kultserie Mitte Dezember gelaufen ist, schmachten Millionen weiblicher Fans nach neuen Geschichten rund um die schönste Sache der Welt. Drei Schülerinnen aus der Klasse HH-U4 des Spranger-Kollegs helfen.
"Ja, ich bin abgehauen. Ausgerechnet nach Dortmund. Hingezogen ohne zu überlegen. Für die große Liebe habe ich meine Freunde und meine Karriere zurück gelassen. Nur um allein gelassen zu werden? Ohne zu wissen, dass meine Liebe mich im Stich lässt? Die letzten Sekunden in Verzweiflung und Einsamkeit brachten mir meine wirkliche Liebe zurück. Nie hat es geklappt, immer sind wir aneinander vorbei gelaufen, doch jetzt stand er vor mir! Er brachte mich zurück in meine Stadt - Gelsenkirchen! Zurück ins Leben, zu meinen Freundinnen. Endlich wieder in unserer Lieblingsbar Trujillo Cocktails genießen. Ich bin zurück. Mit der wirklichen Liebe?" Ulrike Köhler, Uta Ollmert, Tanja Basar Eduard-Spranger-Berufskolleg
03.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Trikot-Tausch gibt's nur für Fußball-KerleFrauen und Fußball - geht das? Klar, findet Kristina Genter. Die Schülerin des Eduard-Spranger-Berufskollegs meint, dass es spätestens 2010 eine Fußball-Weltmeisterschaft geben sollte, bei der Frauen gegen Männer antreten. Was dagegen? Was kann ich als Frau über Fußball sagen? 22 Spieler und ein Schiedsrichter mit zwei Assistenten, die auf dem Feld herumrennen. Hoffentlich hat der Mann mit der Pfeife nicht gewettet. Fußball ist leider immer noch oft Ballett der Männer. Warum können die Kerle den Ball nicht so schön treten wie wir Frauen? Wäre doch schön, wenn auch die "Herren der Schöpfung" die Spiele gewinnen würden und Siegesfeiern feiern könnten. Es ist ja nicht so, wie viele männliche Fans glauben, dass alle Spielerinnen der Frauenmannschaft dem Ball hinterherlaufen und sich streiten, an den Haaren ziehen und diskutieren, wer denn jetzt den Ball bekommt. Auch bleiben sie nicht stehen, um sich die Lippen nachzuziehen. Sie haben keine Angst, rennen auch nicht weg oder bekommen hysterische Anfälle, wenn ihnen der Ball entgegenkommt. Der Kampfgeist ist da, um zusammen den Ball ins Tor zu bekommen. Ich hab´ es gesehen: Frauen können schönen Fußball spielen. Ich sage, sie können es sogar besser als viele Männer. Die Männer sollten einfach 2006 bei der Fußball-Weltmeisterschaft nachziehen und den Frauen beweisen, dass Sie genauso gut spielen können. Und 2010 heißt es dann: Frauen gegen Männer! Nur schade für die armen Männer, dass mit den Frauen kein Trikot-Tausch stattfinden wird . . . Kristina Genter Klasse HH-U4 Eduard-Spranger-Berufskolleg
09.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Wenn die ZEUS-Seite eines morgens leer istVielleicht sollte ich die 2000 Gelsenkirchener ZEUS-Schüler nicht zu sehr loben. Klar, der Start war gut. Aber mittlerweile stehe ich ohne Texte da. Also bitte, liebe ZEUS-Reporter, schreibt. Und schickt die Texte per E-Mail zur Redaktion. Am besten mit schönen, spannenden Fotos. Wie die Bilder von Tatjana Platzeck zu ihrer Teakwondo-Geschichte. Die sind wirklich toll. So dynamisch, mit ganz viel Action. Überhaupt muss ich als ZEUS-Beauftragter der Lokalredaktion Gelsenkirchen der Klasse HH-U4 des Eduard-Spranger-Berufskollegs ein ganz dickes "Dankeschön" sagen. Ohne eure Texte wären unsere ersten drei Seiten ganz schön leer gewesen. Also - nach zwei Wochen solltet ihr langsam reinhauen. Auf meiner Themenliste stehen mittlerweile 93 Themen, die ihr selbst oder eure Lehrer mit mir abgestimmt haben. Es gibt viele spannende Geschichten. Zum Beispiel über den FC Schalke 04. Oder über die World-Games in Duisburg. Oder über das Musical "Aida" in Essen. Zum Glück interessiert ihr euch auch für Gelsenkirchener Themen. Einige Schüler der Gerhart-Hauptmann-Realschule wollen Oberbürgermeister Frank Baranowski interviewen. Andere schreiben über das Consol-Theater oder den Ruhr-Zoo. Besonders freue ich mich auf den Döner-Test. Mal gespannt, was die Testesser in Gelsenkirchen für Erfahrungen machen. Bis Freitag können sich eure Lehrer auch noch mit der Journalistenschule Ruhr in Verbindung setzen und Sonderthemen aus einem dicken Katalog "buchen". Und wenn ihr oder eure Lehrer Fragen habt - ruft mich unter Tel: 1 70 94 18 einfach an. Am besten nach 14 Uhr, da bin ich garantiert im Büro. Ansonsten: weitermachen. dm
10.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Auch Mädchen sind erfolgreich beim KampfsportHeutzutage machen viele Jugendliche Kampfsport, ihr Interesse liegt vor allem darin, dass sie Selbstvertrauen und Konzentrationsfähigkeit erlernen. Speziell für Frauen ist immer noch der Punkt Selbstverteidigung wichtig. Es gibt spezielle Trainingsprogramme, die es möglich machen, dass kleinere und schwächere Menschen größere und stärkere Gegner abwehren können. Früher wurden die Kampfsportarten durch Wettkämpfe, als Fitness für den eigenen Körper und für die Persönlichkeit beliebt. Die bekanntesten Disziplinen sind Karate, Kung-Fu, Jujutsu, Judo, Aikido, Tai Chi Chan, Taekwondo, Sumo und Kendo. Bei einigen Kampfsportarten tragen die Schüler einen Gurt, der den Grad des Schülers anzeigt. Es gibt zehn Schülergrade. Anfänger fangen mit dem weißen Gurt an, danach folgen gelb, grün, blau, braun und schwarz. Danach kommen die neun Meistergrade, wobei der schwarze Gurt auch 1. Dan genannt wird. Erst ab dem 5. Dan zählt man als wirklicher Meister. Taekwondo ist eine Kampfsportart, die aus Korea stammt (koreanisch tae: Fuß; kwon: Faust; do: Weg, Geist). Dieser Sport ist bekannt für sein typischen Sprung- und Fußtechniken. In den sechziger Jahren breitete sich Taekwondo über die ganze Welt aus. 1965 kam es nach Deutschland. 1973 waren die ersten Weltmeisterschaften in Seoul (Südkorea). Es ist eine Zweikampfsportart und es werden Angriffs- und Verteidigungstechniken gewertet. Dazu gehören Schlag-, Stoß- und Tritt-Techniken. Allerdings gibt es auch geistige und körperliche Regeln und Übungen, z. B. der Taekwondo-Eid: „Ich verpflichte mich, die Grundsätze des Taekwondo einzuhalten. Ich verpflichte mich, meinen Trainer und alle Höhergestellten zu achten. Ich verpflichte mich, Taekwondo nicht zu missbrauchen. Ich verpflichte mich, mich für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen. Ich verpflichte mich, bei der Schaffung einer friedlicheren Welt mitzuarbeiten.“ Und die Grundsätze (Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin, Unbezwinglichkeit) sind das wichtigste. Man unterscheidet auch die verschiedenen Trainingsmethoden, Wettkampf, Bruchtest und Formenlauf. Taekwondo-Schüler tragen einen weißen Trainingsanzug, den sogenannten Dobok. Beim Wettkampf sind die Weste, der Kopfschutz und Arm-, Schienbein- und Unterleibsschoner Pflicht. Wettkämpfe gehen über zwei Runden, je zwei Minuten und dazwischen eine Pause von 30 Sekunden. Es kämpfen nur gleichgewichtige und gleichgeschlechtliche Teilnehmer gegeneinander. Meine persönliche Geschichte mit Taekwondo sieht so aus: Schon immer sah ich mir die tollen Kampfsportfilme im Fernsehen an, Karate Kid, Bruce Lee, Jackie Chan usw. Als ich sieben Jahre alt war, ließ meine Muter (Bettina Schulz, 40) mich bei einem Probetraining mitmachen. Ich war sofort begeistert von diesem Sport und kurze Zeit später kaufte mir mein Vater (Werner Platzek, 46) einen Trainingsanzug mit dem weißen Gürtel. Voller Stolz trainierte ich mit meinem Trainer Andreas, so dass er mich die ganzen Jahre durch alle Prüfungen begleitete. Bei dem grünen Gurt hatte ich eine „schlappe Phase“, denn meine Trainingspartnerin Anna wechselte den Verein und mein Trainer engagierte einen zweiten Trainer, da er eine Universität besuchen wollte. Mit dem neuen Trainer hatte ich oft Auseinandersetzungen, weil er sich meistens nur mit den kleineren Schülern beschäftigte und ich mich nicht auf meinen Schwarz-Gurt konzentrieren konnte. Um mich richtig auf diese wichtige Prüfung vorzubereiten, wechselte auch ich nach so vielen Jahren vom Polizeisportverein zum Budosportverein. Meine neue Umgebung gefiel mir sehr gut und mein neuer Trainer beschäftigte sich intensiv mit mir und ich bekam nach fast einem Jahr meinen schwarzen Gurt. Ich gehe auch weiterhin zweimal in der Woche zum Training, wo ich meinen Stress abreagieren kann. Danach bin ich sowohl „ausgepowert“ als auch gelassen. Aber durch das Training habe ich auch Selbstdisziplin gelernt. Viele Erfahrungen habe ich bei Wettkämpfen gesammelt, z. B. auf der Kid’s German Open oder Euro-Cup. Meine Eltern sind sehr stolz, dass sie ein kampfsportbegeistertes Mädchen großgezogen haben. Denn heutzutage muss man sich als Mädchen „durchschlagen“ und verteidigen können. Meine Mutter macht sich jetzt auch nicht mehr so viele Sorgen, wenn ich am Wochenende mal ein bisschen länger weg bin.
14.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Von kreativen Köchen und EinkäuferinnenAlles ist im Fluss, sagt Konfuzius. Auch bei ZEUS. In der heutigen Ausgabe geht es um die besten Einkaufsadressen, leckeres Essen und sanitäre Anlagen. So schließt sich der Kreis. Gelsenkirchen ist optimal zum Einkaufen. Das jedenfalls schreiben Tanja, Ulrike und Uta aus der Klasse HH-U4 vom Eduard-Spranger-Berufskolleg in ihrer Kolumne "Sex and the City." Sie sprechen schon fast so respektlos über Männer wie ihre Vorbilder aus der Kultserie . . . Kultstatus in der Kochszene hat der Gelsenkirchener Matthias Ruta. Er wurde durch die Sendung " Koch-Duell" bekannt und gibt den Koch-Azubis Bastian und Hussein vom Berufskolleg Königstraße praktische Tipps. Tipps für die Recherche haben sich 18 angehende Anlagenmechaniker vom Berufskolleg für Technik und Gestaltung geholt. Sie haben mich und Fotograf Martin Möller zum Klassenbesuch eingeladen. Dabei ist unser großes Aufmacherfoto entstanden. Nicht, dass es zu Missverständnissen kommt: Als Klopapier würden die ZEUS-Redakteure die WAZ nie benutzen. Vielleicht wäre es ja auch für eure Klasse interessant, wenn ich mal vorbei komme und etwas über die WAZ erzähle. Oder vielleicht möchtet ihr unsere Redaktion besichtigen? Kein Problem. Sprecht mit eurem Lehrer und ruft in der ZEUS-Redaktion an, Tel: 170 94 18. Gefreut habe ich mich, dass am Wochenende einige neue Texte angekommen sind. Weiter so! Und super ist auch, dass sich so viele Schüler und Lehrer Themen mit der Redaktion abgesprochen haben. 139 verschiedene Themen stehen jetzt auf der Liste, eins spannender als das andere. Das klingt echt gut. Ansonsten: weitermachen. David Mache
14.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Braucht ER SIE nur für den „Quickie“?Warum tun sie Dinge, wie: uns Frauen immer zu Entscheidungen zu drängen, wir brauchen Zeit! Wir wollen nicht gleich alles überstürzen, wir überdenken alles und denken weiter, auch was die Zukunft bringen würde mit ihm an der Seite! Aber Männer, haben die jemals schon darüber nachgedacht? O.K., man lebt immer im „Jetzt“, doch was bringt die Zeit, ist er es wert, verletzt er mich oder ich ihn, hält es lange, wäre es der Mann, den ich heiraten würde, mit dem ich Kinder will oder doch nur eine kurze Affäre? Das Einzige, was er mir dazu antworten würde, wäre: „ICH LIEBE DICH!“ Ja gut, alles klar! Nein, nichts ist klar! Das macht es doch noch viel schwieriger: Meint er es ernst oder war es nur so dahin gesagt, wieso sagt er das, sind es für ihn denn keine wichtigen Fragen?! Nee, Männer denken über so was nicht nach. Denn was kommt, das kommt! Nach dem „Motto“: Nehmen wir mal alles mit, was uns über den Weg läuft, Hauptsache „geil“ und leicht zu haben, denn die drei Wörter sind ja leicht dahin gesagt und ihr fällt es „ja sowieso nicht auf“, dass man sie nur als Vorzeigeobjekt oder als „Quickie“ braucht. Oder meint er es wirklich ernst? Denken wir immer falsch über die männlichen Geschöpfe? Wenn sie und doch bloß Fragen beantworten würden und nicht immer nur „Ich liebe Dich“ sagen würden, dann wäre für uns doch auch alles einfacher und eventuell schneller zu verkraften.
14.02.2005/ LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN Die andere Seite der AnmeldungEin Kommentar zweier angehender ArzthelferinnenEigentlich hört man immer nur die eine Seite, nämlich die der Patienten. Sie beschweren sich über den Arzt oder die Arzthelferinnen. Oftmals geht es darum, dass die Arzthelferin zu unfreundlich sei. Sie lässt einen viel zu lange warten, sie vergibt viel zu spät Termine usw. Doch es ist oft nicht so, wie man es aus der Sicht vor der Anmeldung sieht. Arzthelferinnen sitzen nicht nur an der Anmeldung und lesen ab und an ein paar Karten ein. Nein – die Arzthelferinnen oder besser: wir als Arzthelferinnen versuchen wirklich, es allen Patienten recht zu machen. So wie es hoffentlich in jedem Beruf der Fall ist. Dabei müssen wir aber ein paar Dinge noch einmal klar stellen, die für das Verständnis unserer Situation wichtig sind: Es ist selbstverständlich, dass Patienten mit Termin eher zum Doktor ins Zimmer kommen als Patienten ohne Termin. Wir lassen die Patienten ohne Termin auch nicht bis zum Ende der Sprechstunde warten, sondern versuchen, sie dazwischen zu schieben. Auch verstehen manche Patienten nicht, dass Notfälle Vorrang haben. Viele denken einfach zu sehr an sich und ihr eigenes Wohl. Nur, in einer Arztpraxis geht das nicht so einfach. Wir als Arzthelferinnen werden dann nicht gerade sehr freundlich angesprochen. „Warum dauert es denn heute wieder so lange?“, das hören wir oft, zu oft. Dabei haben wir keinen Einfluss auf die Behandlungsdauer. Vielleicht sollte jeder Patient einfach mal daran denken, dass auch er mal in eine Situation kommen könnte, in der es ihm so schlecht geht, dass der Arzt viel Zeit für seine Behandlung einplanen muss. Damit wäre bestimmt beiden Seiten etwas geholfen. Und, lieber Patient, versetz Dich für einen Moment in unsere Lage, setz Dich auf die andere Seite der Anmeldung – und dann, erst dann … AZM2, Eduard-Spranger-Berufskolleg,
Haschisch kann der Start in die Drogenkarriere seinSozialarbeiter setzt auf Suchtprävention – Individuelle Beratung mit verschiedenen Hilfsmöglichkeiten Haschisch ist eine „Einstiegsdroge“ - diese Aussage hört man heutzutage sehr oft, doch viele Menschen, vor allem Jugendliche, wissen gar nicht, was das für eine Droge ist und was sie eigentlich bewirkt. Kristina Schütz, Ramona Cyrus und Sabrina Schrimpf sind dieser Aussage auf den Grund gegangen und sprachen mit Jürgen Gayk (43), einem Sozialarbeiter beim Kontaktzentrum der Drogenberatung Gelsenkirchen ist. ZEUS: „Wie viele Drogenabhängige gibt es in Gelsenkirchen?“ Jürgen Gayk: „1200 – 1500 Drogenabhängige.“ ZEUS: „In welchem Alter sind die Drogenabhängigen?“ Jürgen Gayk: „Es kommen Menschen zu uns im Alter von 18 Jahren. Den ersten Kontakt zu Haschisch haben vereinzelt Jugendliche im Alter von 12 – 13 Jahren, in der Regel sind sie aber 15 bis 16 Jahre alt.“ ZEUS: „Wie viele Menschen suchen die Hilfe selbst?“ Jürgen Gayk: „Die Leute kommen freiwillig zu uns, wenn sie merken, dass der Leidensdruck zu hoch ist und sie ihn nicht mehr ertragen können. Es ist wichtig, dass die Menschen von sich aus aufhören wollen, denn dann ist auch die Aussicht auf Erfolg höher.“ ZEUS: „Was führt die Jugendlichen dazu, Drogen zu nehmen?“ Jürgen Gayk: „Sucht hat immer eine Ursache. Die
Menschen, die betroffen sind, haben häufig tiefgehende Probleme. Derjenige muss
sich aber auch selbst im Klaren sein, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Der Süchtige
versucht über den Konsum die Probleme zu ZEUS: „Was kann man tun, damit die Jugendlichen erst gar nicht damit anfangen, Drogen zu konsumieren?“ Jürgen Gayk: „Persönlichkeitsstärkung ist sehr wichtig, denn wenn man eine starke Persönlichkeit hat, dann ist man auch stark genug, seine Probleme alleine oder mit Hilfe zu lösen. Eine große Rolle spielt auch das Elternhaus, da Suchtvorbeugung schon im Säuglingsalter anfängt und mit dem 18. oder 20. Lebensjahr enden sollte. Wichtig für die Suchtvorbeugung ist auf jeden Fall Geborgenheit, Vertrautheit und natürlich Verständnis.“ ZEUS: „Wie kann man Betroffenen helfen?“ Jürgen Gayk: „Als Außenstehender kann man immer nur einen Anstoß geben. Derjenige muss selbst merken und verstehen, dass er Hilfe braucht. Grundsätzlich kann man bei Drogenproblemen Hilfe in der Drogenberatung erhalten, eben auch bei Haschischkonsum oder gar Haschischabhängigkeit. Dort führen Sozialarbeiter ein Gespräch mit ihnen, um an die Ursache für den Drogenkonsum zu gelangen. Auch Jugendliche, die ein Haschischproblem haben, können eine Therapie machen.“ ZEUS: „Welche Hilfe bieten Sie ihnen an? Ist die Hilfe erfolgreich?“ Jürgen Gayk: „Zuerst beraten wir diejenigen, die zu uns kommen. Wir sprechen mit ihnen, suchen nach dem richtigen Weg. Dann gucken wir, wie wir gemeinsam das Problem lösen können. Es gibt verschiedene Hilfsmöglichkeiten. Heroinabhängige kriegen eine Therapievermittlung. Entweder eine ambulante oder stationäre Therapie und eine psychosoziale Begleitung. Das heißt, wenn der Arzt meint, der Abhängige dürfe Methadon nehmen, dann muss sich der Betroffene zuerst einen Sozialarbeiter suchen, der ihn durch das Methadonprogramm begleitet. Dann erst bekommt dieser Klient Methadon.“ ZEUS: „Was können Sie zu der Aussage „Haschisch – eine Einstiegsdroge“ sagen?“ Jürgen Gayk: „Diese Aussage stimmt so nicht. Vielfältige Untersuchungen zeigen, dass dem Konsum von illegalen Drogen in der Regel ein intensiver Konsum legaler Drogen wie Nikotin und Alkohol vorausgeht. Die meisten Jugendlichen, die Cannabisprodukte probiert haben, hören nach relativ geringer Zeit mit dem Konsum wieder auf, beispielsweise weil ihre Neugier befriedigt ist. Gleichwohl ist der Erwerb von Cannabisprodukten strafbar, und somit kann ein häufiger oder regelmäßiger Konsum zum Beispiel von Haschisch einen Einstieg in die Illegalität bedeuten. Im Grundekann die erste Zigarette z. B. schon der Einstieg in eine Sucht sein.“ ZEUS: „Welche Konsequenzen hat der Konsum von Haschisch?“ Jürgen Gayk: „Entscheidend ist nicht, dass Haschisch konsumiert wird, sondern wie der Konsum aussieht: Handelt es sich um ein Probieren, ist es Gewohnheit, regelmäßiger Konsum oder bereits missbräuchlicher Konsum oder konsumiert der Mensch sogar süchtig?“ Von Kristina Schütz, Sabrina Schrimpf und Ramona Cyrus. Klasse HHU4, Eduard-Spranger-Berufskolleg
Sex and the City: Ein Wochenende unter Freunden!?Ich hab mich so gefreut auf dieses verdammte Wochenende mit meinen Freunden! Da wir uns schon so lange kennen, wollten wir gemeinsam ausspannen, nicht an die Arbeit denken, keine Verantwortung tragen und einfach mal so richtig ausschlafen. Leider war das nicht der Fall! Die Voraussetzungen waren gut: Schnee lag und alles war super, bis wir an der Hütte ankamen. In der Hütte war es kälter als draußen. Wir machten den Kamin an, es dauerte jedoch geschlagene 3 Stunden, bis das Haus relativ warm war, wir aber noch lange nicht. Die Toilette und das Wasser funktionierten erst nach zwei Stunden, somit fing alles an, wie es einfach nicht anfangen durfte! Das Wochenende wurde zu einer reinen Katastrophe. Wir waren zu viert und dachten, dass wir alle das Gleiche vorhatten: "Faulenzen", doch leider fiel einer aus der Reihe. Er wollte wandern, Spaziergänge machen usw., aber wir waren doch nicht dort hingefahren, um kaputter zu sein als vorher. Zwei Stunden jagte er uns durch den tief verschneiten Wald, zusätzlich noch den „fetten“ Rodelberg hoch. Natürlich passierte es, einer von uns verstauchte sich den Fuß, somit musste ein anderer zurücklaufen, um das Auto zu holen. Da hatte er seinen Spaziergang bekommen. Aber die Frage, die wir uns im nachhinein stellten, lautete: Kannten wir den „vierten Mann“ doch nicht richtig? Wieso war er am Wochenende so anstrengend? Ohne ihn wäre es besser gewesen, oder? Kann man sich so täuschen, oder lag es einfach an der Zusammenstellung: zwei Männer und zwei Frauen? Das sind Fragen, welche dieses ganze Wochenende plagen! Warum sind Leute so anders im Urlaub? Liegt das nur daran, dass man dann zwei bis drei Tage aufeinander hockt – dass man mal raus ist aus Gelsenkirchen, wenn auch nur für kurze Zeit? Ulrike Köhler, Uta Ollmert, Tanja Basar, HH-U4, Eduard – Spranger- Berufskolleg
50 Jahre Eduard-Spranger-Berufskolleg - 50 Jahre Haus des LernensBuerer Berufskolleg feiert 50-jähriges JubiläumVon der Tapas-Bar bis zum Creperie-Stand. Alles wurde den Besuchern des 50-jährigen Jubiläums des Eduard-Spranger-Berufskollegs geboten. Denn zu feiern gab es schließlich viel. 50 Jahre Eduard-Spranger-Berufskolleg bedeutet nämlich auch 50 Jahre „Haus des Lernens“ und ist somit auch ein zentraler Punkt von Institutionen. Dass hierbei nicht nur die Entwicklung der persönlichen und sozialen Kompetenzen im Vordergrund steht, sondern dass „die gesellschaftliche Verantwortung einer Lehranstalt nur gemeinsam getragen werden kann“, stellte Oberstudiendirektor Hans-Georg Katzmarzik deutlich heraus. 50 Jahre Schulleben haben jedoch das Gebäude des Eduard-Spranger-Berufskollegs nicht ganz unversehrt hinterlassen. „Die Stadt ist für den Zustand verantwortlich“, so Oberbürgermeister Frank Baranowski. Die Raumnot sei mittlerweile so groß, dass Klassen mehrmals die Woche auch nachmittags Unterricht haben. Die Situation am Arbeitsmarkt trägt sicherlich auch hier dazu bei, die Stadt werde jedoch in den kommenden Monaten zusätzliche Räume schaffen. Zuerst durch das Aufstellen durch Container und mittelfristig durch einen Anbau längs des Parkstreifens der Verkehrsgesellschaft. Denn Bildung ist kein Almosen, vielmehr hätten die Schüler Anspruch darauf. Das Eduard-Spranger-Berufskolleg habe Vorbildcharakter mit seinem breiten Bildungsangebot und wird auch im nächsten Jahr die erste Abiturklasse verabschieden können, die derzeitige AH 12. Der Vertreter der Bezirksregierung Münster, Herr Horst, wies darauf hin, dass der Strukturwandel die jüngere Generation im Ruhrgebiet mehr fördere als die ältere Generation. Nun sei ein „Strukturwandel in den Köpfen notwendig“. Das Festprogramm wurde immer wieder begleitet von A-Capella-Gesängen und Tanzeinlagen verschiedenster Kulturen wie dem Bauchtanz. Es gab jedoch auch im Gebäude selbst viel zu bestaunen. So hatten die Schülerinnen und Schüler einige Ausstellungen, wie z.B. die Ausstellung „ESBK gestern und heute“, zu bieten und selbst musisch begabte Gäste kamen an diesem Festtag nicht zu kurz: Sie konnten bei einer Karaoke-Vorstellung ihre Stimmgewalt beweisen. Alles in allem war diese Jubiläumsfeier eine gelungene Veranstaltung, die durch den gemeinschaftlichen Einsatz von Lehrern und Schülern für alle Beteiligten unvergesslich wurde. Diese Feier gab auch Hinweise auf die stark ausgeprägte Hilfsbereitschaft der Lehrer, die sich die Maxime „Fördern durch Fordern“ auf die Fahnen geschrieben haben. 50 Jahre Eduard-Spranger-Berufskolleg - 50 Jahre Schulleben, auf die die Stadt Gelsenkirchen stolz sein darf.
Thomas Terhorst, AH 12
Viele Jugendliche tauchen in Online-Spiele ab - und nur
schwer wieder auf. Der Anspruch, immer der Beste sein zu wollen, wird vielen
zum Verhängnis Womit beschäftigen sich viele Jugendliche daheim, wenn sie
nichts zu tun haben? Diese Frage ist oft schnell beantwortet: mit ihrem
Computer. Besonders das Internet spielt eine große Rolle. Daher sind so
genannte Online-Spiele immer mehr im Rennen. Onlinespiele sind gebührenpflichtig, kosten etwa 13 E pro
Monat. Die Spiele werden immer weiter ausgebaut und es kommen stetig Features
hinzu. Jeder möchte mit dem anderen mithalten, beziehungsweise auf ein höheres
Level steigen, um der Beste zu sein. Je länger man spielt, umso besser und stärker
wird die eigene Figur. Doch darin liegt eine Gefahr, die viele nicht sehen:
Onlinespiele können schnell zur Sucht ausarten. Der Anspruch, immer der Beste sein zu wollen, kann vielen
zum Verhängnis werden. Die Spieler denken jede Minute daran, wie sie ihren
Charakter weiter ausbauen können und verlieren dadurch sogar oft den Bezug zur
Realität. Sie werden nervös, wenn sie lange nicht an den PC können, weil sie
denken, sie könnten etwas versäumen. Der erste Gang, daheim: zum PC und den
geliebten Freund herzlich begrüßen. Sobald das Spiel startet geraten sie in
eine andere Welt, aus der sie nur mit Unbehagen wieder hinaustreten. Wenn der
Alltag sie einholt. Sarah Brix, Tim Tegtmeier, Marcel Danielzick und Nina Fechner, HHU5
KOMMENTAR Das Verhalten der Lehrer ist dabei aber nicht logisch:
Einerseits wollen sie ein besseres Verhältnis zu den Schülern entwickeln,
andererseits wollen sie dies aber nicht durch eine gemeinsame Klassenfahrt
verbessern. Was könnte dazu beitragen, dass beide Parteien sich
wohlfühlen und das beiderseitige Verständnis für einander gestärkt wird?
Eine Umfrage ergab, dass Schüler die Lehrer bei Fahrten oft als Spaßbremsen
empfanden, die Klassengemeinschaft aber besser geworden sei. Die Lehrer müssten
lockerer werden und weniger strenge Regeln aufstellen, die dann befolgt würden. Wir schließen daraus, dass beide Parteien aufeinander
zugehen und die jeweilige Meinung der anderen respektieren sollten, damit auf
der nächsten Klassenfahrt nichts mehr schiefgehen kann. Isabell Borchert, Melanie Hamm und Marcel Danielzick, HHU5 08.03.2007
Hans-Georg Katzmarski, Leiter
des Spranger-Berufskollegs.Zum Anfang dieses Halbjahres mussten am
Eduard-Spranger-Berufskolleg mehrere Klassen aufgelöst werden. Dafür gibt
viele Gründe. Gründe, für die viele Schüler oft kein Verständnis haben: Man
wird aus seinem gewohnten Umfeld gerissen, Freunde werden getrennt und man fühlt
sich wieder wie an seinem erstem Schultag und hat Angst vor der neuen Klasse. Daher haben wir den Schulleiter, Hans-Georg Katzmarzik, zu diesem Thema einige Fragen gestellt. Zunächst wollten wir wissen, wieso es zu den Klassenauflösungen kam. Katzmarzik nannte abgehende Schüler, Lehrermangel und zu wenig Unterrichtsstunden für die Klassen als wichtigste Gründe. Im selben Atemzug beteuerte Katzmarzik jedoch, dass eine Klassenauflösung für ihn die letzte Möglichkeit sei, diesen Schwierigkeiten zu begegnen. Auch für Lehrer sei es nicht einfach, Klassen zu
trennen. Daher werden solche schwerwiegenden Entscheidungen immer im Team und
nach langem Nachdenken getroffen. Hierbei sei das Auswahlprinzip der Schülerstand
der einzelnen Klassen und nicht - wie viele glauben - Sympathien oder
Antipathien gegen bestimmte Klassen, die etwa besonders laut seien oder sonst in
ihrem Sozialverhalten negativ auffielen. Patrick Schiller, Sarah Brix, HHU 5
Drei Prozent gelten als onlinesüchtig Große Probleme im richtigen Leben Die negativen
Begleiterscheinungen des boomenden Internets: Für eine steigende Zahl von
Anwendern wird das faszinierende Netz zur Sucht. Von 1,7 Millionen
Internet-Usern in der Schweiz werden rund 50 000 Surfer als onlinesüchtig -
oder gefährdet - eingeschätzt. Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass etwa
drei Prozent der Internetnutzer diese Tendenzen zeigen. So gibt es weltweit
erste Betroffene der neuen Krankheit "Onlinesucht". Im Vordergrund steht für den Süchtigen hierbei
die regelmäßige Kommunikation, E-Mail und das Treffen der Onlinefreunde beim
Chatten. Die intensive Nutzung des Internets beschert manchem Computerfan ungewöhnlich
hohe Telefonrechnungen. Die Folgen einer Online-Sucht äußern sich aber auch in
Krankheitssymptomen: Betroffene können kein Ende finden und zeigen seelisches
Leiden, wenn es keinen Zugang zum Computer gibt. Zudem verlieren sie das
Interesse am Job und an der Familie und an allem, was nicht in der virtuellen
Welt stattfindet. Forschungsergebnisse belegen, dass eine große Anzahl der User
im wirklichen Leben erhebliche Probleme bekommt. Wie beim Alkoholismus oder der Drogenabhängigkeit
sind bei der neuen Krankheit "Onlinesucht" Kriterien für
Suchtverhalten erfüllt. Um den Ausweg aus der virtuellen Verirrung zu finden,
ist professionelle Hilfe ratsam. Individuell ist dabei zu entscheiden, ob der
Gang zum Therapeuten, zu einer Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe
angestrebt wird. Etienne Kalinowski, Ediz Ergün, Yannick Guigma
und Dietrich Sinitzki, HHU5
Eisschollen, Schatzsuche und Bootstrip Zoom bietet mehr als "nur" Tiere Gelsenkirchen. Zoom wirbt mit dem Namen
Erlebniswelt - doch ist es wirklich eine Erlebniswelt? Ein Blick auf das
Angebot: Zoom bietet viele Attraktionen wie z.B. die Schatzsuche "Joe´s
Claim". Dort können die Zoobesucher in die Welt der Goldgräber
eintauchen. Oder das Aufregende "Alaska Ice Adventure", in dem sich
die Besucher auf einer virtuellen Eisscholle durch die Natur Alaskas bewegen. Neben den vielseitigen Angeboten bietet die
Zoom-Erlebniswelt viele Tiere, die sich in verschiedenen Welten bewegen. In
Alaska findet man unter anderen Eisbären, Seelöwen und Rentiere. Desweiteren
gibt es noch die Erlebniswelt Afrika. Dort kann man eine Trip auf der
"African Queen" machen. Bei dieser Bootsfahrt fährt man an
zahlreichen exotischen Tieren vorbei. Die Erlebniswelt Asien wird noch fertig
gestellt und soll 2008 eröffnet werden. Wenn man nach einem spannenden und aufregenden
Tag die Reise durch die Erlebniswelten beendet hat, hat man das Gefühl eine
kleine Weltreise gemacht zu haben, da die Tiere zum Greifen nah sind und die
Gehege authentisch nachgebaut sind. Kelly Kosmoll, Lisa Scholz, HHU5 22.02.2007
Mancher greift mit 13 Jahren zur Flasche
Schon sehr früh greifen Jugendliche zu Bier und
Schnaps.Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen beginnt immer früher. Sogar schon
mit 13 Jahren fängt manch einer - beeinflusst durch die Clique, in der er sich
befindet - an, das erste Bier zu trinken und kommt somit auf den Geschmack von
Alkohol. In den meisten Fällen handelt es sich also um Gruppenzwang. Wenn sie dann aber einmal getrunken haben, merken viele Jugendliche, dass Alkohol hemmungsloser macht oder sich durch "Frustsaufen" Probleme für kurze Zeit verdrängen lassen. Zum Beispiel Probleme mit den Eltern. Viele Jugendliche kennen auch ihre Grenzen nicht und übertreiben es mit dem Alkohol. Endstation Krankenhaus - wegen einer Alkoholvergiftung. Die Politik versucht das Problem mit einer Altersbeschränkung zu lösen. Dennoch gelangen Jugendliche durch einen einfachen Trick an Alkohol: durch ältere Freunde, die das gewünschte Getränk besorgen. Ein großes Problem ist auch, dass Alkohol aus Langeweile getrunken wird. Weil sie keine Alternative sehen, stehen die Jugendlichen mit der Clique (und Alkohol) auf der Straße. Markus Kozik, Krystian Dobropolski, HHU 5
KOMMENTAR Auch am Eduard-Spranger-Berufskolleg ist das so.
Ein großes Problem: der Platzmangel. Teils werden Schüler in Containern
untergebracht, teils in einem weiter entfernten Pavillon. Bei den
Ursachenforschung gehen die Meinungen der Schüler und Lehrer auseinander. Während
Schüler die Schuld bei Politikern suchen, geben die Lehrer den Schülern die
Schuld, vor allem bei kaputten Stühlen etc. Einigkeit herrscht aber, dass die Optik die Lernbereitschaft beeinträchtigt. Wann ist es Zeit, die Schule zu verschönern? Wo sind die Politiker, wenn man sie braucht? Ein Gebäude wird gebaut. Bis dieses fertig ist, werden Jahre vergehen. Die Schüler müssen sich mit den Containern zufrieden geben. Patrik Filipovic Krystian Dobropolski Miriam
Bazairi, HHU5
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