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Ein Logo für das Eduard-Spranger-Berufskolleg der Stadt Gelsenkirchenoder Was steht für das Eduard-Spranger-Berufskolleg?und Was ist typisch für die kaufmännische Bildung?
Ähnliche Fragen dieser Art stehen immer im Vordergrund, wenn eine Organisation ein eigenes Logo erhalten soll. Doch damit nicht genug: ein Logo muss einfach und gut (wieder)zuerkennen sein, es muss ansprechen und die Fähigkeit besitzen, sich nach einiger Zeit in den Köpfen der Betrachter zu verselbstständigen. Es muss stets gut anwendbar bleiben, d. h. es muss sich kostengünstig herstellen lassen und darf trotzdem nicht unprofessionell wirken. Viele Anforderungen für ein so kleines Zeichen! Man sollte aber immer bedenken, dass ein Logo eine Institution eine lange Zeit begleiten und repräsentieren wird, dass es Identifikationsmerkmal für Kunden und Angestellte sein wird und daher von solcher Wichtigkeit ist, dass man ruhig einige Zeit mit Denken, Fühlen und Diskutieren verbringen sollte. Die Entwicklung eines Logos für unsere Schule ist noch ungleich schwieriger. Schulen sind eigene systemische Organismen, die leben und atmen, agieren und reagieren und sich stetig verändern. Schulen sind kleine Staaten, in denen viele Individuen an einem Größeren arbeiten - mehr noch als in Wirtschaftsunternehmen, in denen Angestellte wesentlich weniger selbstständig arbeiten können als Lehrer - und die sich ganz in der Tradition des Wirtschaftsliberalismus der Eigendynamik der Einzelpersonen anvertrauen. Was aber kann sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden, die Lehrer als auch die Schüler, die dualen Partner und alle anderen Mitglieder der Schulumwelt verbinden? Unter dem Namen Eduard-Spranger-Schule hat sich unsere Schule in der Vergangenheit einen Namen gemacht, der weit über die Region hinaus bekannt ist. Damit untrennbar verbunden erscheint das Kürzel ESS. Aufgrund der Namensänderung der Berufsschulen in Berufskollegs wurde auch unsere Schule umbenannt. Liegt es da nicht nahe, unser Kürzel zu erweitern, den beschrittenen Weg weiterzuverfolgen und von der Assoziation mit der Abkürzung ESS zu profitieren? ESBK[1] wird daher das neue Kürzel sein, es wird schnell seinen Platz in den Köpfen der Menschen finden. Es ist offensichtlich, dass ein Teil des Logos also zunächst aus der Abkürzung unserer Schulbezeichnung bestehen muss: ESBK.
Die zweite Frage „Was ist typisch für die kaufmännische Bildung?“ ist nun weniger eindeutig zu beantworten. Denkt man jedoch an Kaufleute und kaufmännische Arbeiten, so ist auch heute noch eines überall gleich: Papier. Es ist nicht aus den Berufsbildern wegzudenken, in der Form von Büchern, Akten, Belegen, Karteikarten, Rechnungen, Lieferscheinen, Bilanzen, Notizzetteln, Organisationsanweisungen usw. bestimmt es den Alltag kaufmännischer Angestellter. Und auch wenn die EDV weiter auf dem Vormarsch ist, wird sie das Papier und den Bleistift nicht restlich verdrängen können! Kaufmännisches Papier ist selten reinweiß, zumindest liniert, meist kariert. Kariertes Papier bedeutet für die Schüler kaufmännisches Rechnen, steht für betriebswirtschaftliche Kosten- und Ertragskurven in selbstgezeichneten Koordinatensystemen, ist Grundlage für das Führen von T-Konten im Rechnungswesen, ja wird selbst im Deutschunterricht als Schreibblatt benutzt! Den Lehrern erleichtert es die Verwaltung, es nimmt Schülerlisten auf, dient für eigene Ausarbeitungen und ist ihnen so vertraut wie das rote Notenbüchlein, das Schüler stets so misstrauisch beäugen. Der duale Partner denkt an Kanzleibögen, ebenfalls an T-Konten und Listen. Kariertes Papier ist das kaufmännische Papier schlechthin! Ziel war es damit, das Kürzel ESBK mit einer Darstellung karierten Papiers zu verbinden und zu einer Einheit zu verschmelzen. Dieser symbiotische Prozess wird in einem kurzen Morphing auf den folgenden Seiten schrittweise offengelegt.
[1] ESB ist bereits in einem anderen Zusammenhang einer anderen Organisation zugehörig, deshalb wurde von einem einfachen Austausch der Buchstaben S und B abgesehen.
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