Als
wir auf der Bühne waren, fühlten wir uns wie Stars!
Schülerbericht zum Theaterprojekt der Klasse AH-12B
Wir, die Klasse AH-12 B des Wirtschaftsgymnasiums
des Eduard - Spranger - Berufskollegs, führten am 30.01.2008 ein Theaterstück
mit dem Titel „Prinzessin Huschewind“ (nach der Märchenvorlage von Fritz
Peter Buch) für Schüler, Lehrer, unsere Familien und Freunde im Lehrerzimmer
des Berufskollegs auf.
Viele Lehrer des Berufskollegs konnten es im Vorfeld
der Schulaufführung kaum erwarten, unsere Theaterkünste „live“ zu sehen
und baten uns deshalb inständig, möglichst schnell in Aktion zu treten. Warum?
In der gesamten Schule hatte es sich dank der leitenden Lehrer - Frau Höppner
und Herrn Schepers - sowie unserer Klassenlehrerin - Frau Brox -
herumgesprochen, dass wir „unser“ Theaterstück bereits zuvor für einen
guten Zweck in einem Senioren- und Pflegeheim, dem Bruder-Jordan-Haus, am
17.12.2007 aufgeführt hatten und dass die Aufführung von den Senioren
begeistert aufgenommen wurde.
Viel Arbeit und Zeit haben wir in dieses Theaterstück
investiert. Oft blieben wir noch lange nach unserem Unterrichtsende in der
Schule, um unseren großen Auftritt zu planen und die unzähligen Details zu
organisieren. Künstlerisch professionell gestaltete Leinwände fertigten wir
extra für dieses Theaterstück an und dabei halfen auch viele Lehrer mit, z. B.
um die Vorlagen für die verschiedenen Märchenlandschaften auszumalen und
zuzuschneiden.
Der schwierigste Part war natürlich das Proben!
Manchen fiel es leicht, ihre Rolle zu spielen, manchen wiederum gelang es zu
Anfang nicht so recht, sodass eine Szene nicht nur einmal, sondern unzählige
(!) Male geprobt werden musste. Doch je mehr wir probten, umso besser wurden
wir. Natürlich auch, weil unser Deutsch-LK-Lehrer, Herr Schepers, alles gegeben
hat, um unser schauspielerisches Talent in die richtigen Bahnen zu lenken!
Manchmal sind wir alle in den Proben richtig
„mitgegangen“, z.B. wenn eine lustige Szene gespielt wurde, kamen wir alle
aus dem Lachen nicht mehr heraus, oder wenn eine traurige Szene geprobt wurde,
konnte man an unseren Gesichtern erkennen, dass wir mit den Darstellern - mit
der Figur - so richtig mitgefühlt haben.
Nun, der Tag, an dem die Aufführung in der Schule
stattfinden sollte, rückte immer näher. Schüler sowie Lehrer waren eifrig
dabei, um nochmals einen gelungenen Auftritt zu bieten. Nicht immer klappte es
so, wie wir uns alles vorgestellt hatten, doch für jedes Problem gab es immer
eine Lösung. Die sensationelle Regie sprudelte nur so vor Ideen, um den
(zweiten) Auftritt noch besser zu gestalten.
Die zweite Generalprobe war nicht gerade
beruhigend... Doch wie heißt es? „Wenn die Generalprobe nicht klappt, wird
die Aufführung umso besser“ und so war es auch!
Der große Tag brach an. Nur noch die letzten
Besprechungen… wer wann was macht und dann ging es auch schon los. Schnell
zogen wir uns um, schminkten uns und dann kam auch schon der Moment: Frau Höppner
betrat die Bühne, begrüßte die Gäste und sprach der Theatergruppe bereits im
Vorfeld ihren Dank für das außergewöhnliche Engagement aus. Schüler, Lehrer,
Eltern, Freunde und Kinder hörten gespannt zu und warteten darauf, dass die
ersten Schauspieler die Bühne betreten.
Nervös warteten wir alle auf unseren Einsatz. Nicht
alles klappte reibungslos, doch hatte das Publikum ersichtlich Spaß… auch an
den „kleinen Pannen“, z. B. als sich ein Schauspieler die Jacke falsch knöpfte
oder die Perücke falsch saß.
Als wir auf der Bühne waren, fühlten wir uns wie
Stars, denn wir wurden unendlich viel fotografiert und sogar gefilmt!
Nach ca. 60 Minuten ging das Stück dem Ende zu.
Nachdem unsere „Erzählerin“ den letzten Satz vorgelesen hatte, wurden wir
Schauspieler mit einem riesigen Applaus für unsere Mühen belohnt. Danke!
Am Ende hielt die Erzählerin noch eine kleine Rede,
in der sie den Lehrern dankte und um eine kleine Spende für die Abikasse bat.
Nach dem Stück waren alle Schauspieler sehr froh, dass die für uns doch sehr
anstrengende Zeit nun vorbei war, und natürlich waren wir überglücklich, dass
die Veranstaltung so gelungen war. Jeder einzelne Schüler bekam von Lehrern
sowie von Eltern ein großes Lob ausgesprochen. Als wir uns wieder umgezogen
hatten, wurde natürlich ordentlich gefeiert. Ein wirklich „großer“ Tag mit
einem vollen Erfolg unserer Klasse AH12B ging dem Ende zu!
Anja Awater
Florian Liebs
