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„Ein Wort zum Abschied!“

von OStD Hans-Georg Katzmarzik M.A.

Abschied nehmen heißt auch, ein Team zu verlassen, das man 18 ½ Jahre als Schulleiter, als Teamleiter beraten, koordiniert und geleitet hat und in dem zuvor die eigene Lern- und Arbeitsbiografie begann.

Abschied bedeutet auch dem Schulteam, der Schulgemeinde, eine Zukunft zu wünschen, die Bildung und Erziehung nicht aus den Augen zu verlieren.

Das Eduard-Spranger-Berufskolleg ist schulprogrammatisch angetreten, Lernbiografien zu begleiten, und zwar durch die Brücke der Partnerschaft mit den abgebenden Schulformen, den Lernortpartnern und der internen Vernetzung von „Beraten, Unterstützen, Fördern und Fordern.“

Die Mitgründung des Gelsenkirchener Beratungsnetzwerkes (GeBeNet) und die Mitarbeit im Bundesprojekt der Lernenden Region waren für mich als Schulleiter und für die Schule wichtig, jedoch insbesondere für die Schülerinnen und Schüler wegweisend.

Das Eduard-Spranger-Berufskolleg ist keine Selektionsinstanz und mehr als eine staatliche Institution, die Wissen vermittelt.

Die schulischen Handlungsfelder sind nicht nur geprägt vom pädagogischen zentralen Handlungsfeld „Unterricht und Erziehung“, sondern von den bildungspolitischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten und Entwicklungen.

Da spielt das europäische Politikfeld „Beschäftigungspolitik und Qualifizierung“ eine begleitende Rolle, um Schülerinnen und Schüler auf die Zukunft und das lebenslange Lernen im europäischen Lebens- und Wirtschaftsraum vorzubereiten.

Was wünscht man einem Kollegium und allen anderen Schulakteuren zum Abschluss einer angenehmen Kooperation und Perspektiventwicklung einer Schule, unter besonderer Berücksichtigung der  individuellen Förderung?

Den diagnostischen Blick für Unterrichts- und Förderprozesse,   die Dynamisierung der Innovationskraft und Kreativität,

Schulisches Handeln ist geprägt vom zentralen Handlungsfeld „Unterricht und Erziehung“ und den jeweiligen bildungspolitischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten und Entwicklungen. Dabei sind neben den deutschen die europäischen und sonstigen globalen Einflüsse zu beobachten. Sie tangieren mittelbar oder unmittelbar auch Schulleben und damit uns.

Kurz: Global denken, lokal bzw. regional handeln.

Beispielhaft seien für die Beobachtung und Reaktion mit den Auswirkungen auf die Schule genannt:

-      Europäisierung der Bildung

-      Neuordnung und Wegfall von Berufen, Schaffung neuer Berufe

-      Modularisierung der Berufsausbildung und der Weiterbildung

-      Abnahme von Erwerbsarbeit

-      Zunehmende Bedeutung von Kapital, Wissen und sozialer Kompetenz

-      Verlust von Arbeitsplätzen durch Fortschritt, Fusionierung und Verlagerung in das Ausland

-      Zunehmende Privatisierung staatlicher Aufgaben

-      Gesellschaftlicher Wandel (Werte, Lebensstile…)

Ich wünsche Ihnen in Anlehnung an Kurt Merk

eine Zukunft, welche ihren Namen verdient,

weiterhin offene und weitherzige Menschen, mit denen Sie Vertrauen und Wärme tauschen können,

Blicke, in denen Sie nicht gleich an Mauern stoßen,

Menschen, denen nichts wichtiger ist als die Teamorientierung, Lebendigkeit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit.

Zum Abschluss wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und eine gute Zukunft.