Home
Nach oben
Verwaltung
Schulprogramm
Projekte
Bildungsangebot
Fahrten
Abschlussklassen
Diashow
SV 2007/08
Stundenplan
Termine
Downloads

                           Die „Monster“ sind los                           

Berühmtes Theaterstück begeistert Schüler des ESBK

Ein energiegeladenes Bühnenspiel entfesselte das Gastspiel des „Euro Theaters Central“ aus Bonn im Consol-Theater (Gelsenkirchen-Bismarck) mit seiner Inszenierung des Wirtschaftsdramas „Top Dogs“ von Urs Widmer.

Gleichsam als eine Verlagerung des Unterrichts ins Theater besuchten die Schüler der gymnasialen Oberstufe und der Höheren Handelsschule mit insgesamt knapp 300 Schülern die Doppelvorstellung am 14. Januar dieses Jahres.

„Top Dogs“, das sind Spitzenkräfte aus den Managementebenen unserer Wirtschaftswelt. Es sind Großverdiener in einflussreichen Positionen. Acht von ihnen müssen sich in Widmers Drama mit einem maßgeblichen Problem unserer Zeit auseinandersetzen, das selbst vor den Chefetagen der Unternehmen keinen Halt macht: die eigene Arbeitslosigkeit! Während ihrer Teilnahme bei einem Seminar für arbeitslose Manager offenbaren sich verschiedene emotionale Prozesse. Die berufliche Neuorientierung zieht bei den „Top Dogs“ eine außergewöhnliche Form von sozialem Druck mit sich. Es wird ein tiefer Einblick in die menschlichen Abgründe der Probanden geboten. Die hart berechnende Weltwirtschaft hat einige von ihnen zu seelischen „Monstern“ gemacht.

Der Regisseur Ulrich J. C. Harz interpretierte dieses Stück mit seinem vierköpfigen Ensemble auf ganz eigene Weise.

Ein Boxring als zentraler Punkt der Handlung verbildlichte den unerbittlichen Arbeitskampf des „Freien Marktes“. Sportlich aggressiv unterstrich das Schauspielensemble - Bettina Scholmann, Nadja Soukop, Knud Fehlauer und Lothar Schwarzer - in einer gekürzten Fassung des Dramas das Ringen um die Perfektionierung des modernen Arbeitnehmers.

Bei der direkten Ansprache des Publikums als Seminarteilnehmer verwandelte sich der gesamte Saal zur Bühne. Durch diese außergewöhnliche Dynamik realisierte sich die Illusion der eigenen Betroffenheit. Ein befremdliches Gefühl für die Schüler unserer Schule, die naturgemäß ganz am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Im Anschluss an die Vorführung stellten sich der Regisseur und die Mitglieder des Ensembles den Fragen der dankbaren Zuschauer.

Denise Wroblewski, Schülerin des diesjährigen Abiturjahrganges, äußerte sich nachdenklich über die lokalen Gegebenheiten der Aufführung: „Dieses Stück in der Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote Nordrhein-Westfalens zu spielen, mag ein künstlerischer Fingerzeig des Regisseurs sein.“

Deena Holz, AH 13A

Der Hochmut,…

kommt vor dem Fall. Mit diesem Problem müssen sich auch sogenannte Top Dogs, hoch bezahlte Manager in Führungspositionen, auseinandersetzen, wenn sie ihrer Entlassung gegenüber stehen. In dem Stück von Urs Widmer, welches auch „Top Dogs“ heißt, geht es genau um diesen Punkt. Das Stück wurde am 14.01.2008 im Consol Theater in Gelsenkirchen Bismark aufgeführt.

Die Umsetzung sprach für sich und das Bühnenbild begeisterte. Von Knall auf Fall war man als Zuschauer Teil der Aufführung und erlebte den Kampf von soeben entlassenen Managern mit sich selbst und ihrem gewohnten Alltag. Ein Boxring diente als Schauspielort des Outplacement-Büros, welches die erste Anlaufstelle für gerade Entlassene ist. Aus alt wurde jung, aus der Schweiz, dem Ursprungsort des Dramas, wurde Gelsenkirchen. Die Inszenierung wurde dem Zuschauer quasi auf den Leib geschneidert und überzeugte dadurch sehr. Die Emotionen der Darsteller überschlugen sich, hysterisches Lachen, aber auch leidvolles Weinen gehörten dazu.

Teils nachdenklich gestimmt, aber auch etwas schadenfroh, dass es eben nicht immer nur den kleinen Mann von der Straße  trifft, verlässt man als Zuschauer das Theater.

Eine sehenswerte Umsetzung des Dramas “Top Dogs“.

Nadya Dilcher, HHO6

Top Dogs auch Top-Aufführung?

Top Dogs - ein Stück von Urs Widmer, das sich mit dem Thema der Entlassung von hoch bezahlten Managern  in Führungspositionen befasst.

Am 14.01.2008 wurde das Stück „Top Dogs“ im Consol Theater in Gelsenkirchen-Bismarck aufgeführt. Die Umsetzung des Stückes haben sich alle etwas anders vorgestellt, denn es wurde nicht wie gedacht in Büroräumen aufgeführt, sondern in einem Boxring. Dies irritierte zunächst die Zuschauer und man wusste nicht direkt, was der Boxring mit dem Stück zu tun haben sollte. Nach einiger Zeit wurde dieser Aspekt auch langweilig, da die Kulisse immer dieselbe blieb.

Nicht nur die Kulisse irritierte, sondern auch die Aufführung an sich, da anstatt alte „Top Dogs“  junge „Top Dogs“ in den „Kampfring“ stiegen. So schnell wie aus alt  jung wurde, so schnell wurde auch aus der Schweiz Deutschland. Ein großes Manko war, dass das Consol Theater nicht für eine solch große Aufführung geeignet war. Es mussten zusätzliche Stühle aufgebaut werden, die dann leider nur auf einer Ebene standen, und das hieß für diejenigen, die dort die Ehre hatten Platz zu nehmen, eine schlechte Sicht zum Schaubild. Hinzu kam noch die Aussprache der Schauspieler: Sie war leider oft unverständlich und man musste sich die Zusammenhänge zusammenreimen. Man konnte das Stück bedauernswerter Weise nicht richtig genießen, da die Schauspieler in den Rollen hin und her gesprungen sind und man immer überlegen musste, welche Rolle gerade von wem gespielt wurde. Dann kam noch hinzu, dass die  Schauspieler nicht die Namen aus dem Buch übernommen haben, sondern ihre eigenen Namen behielten. Dies erschwerte die Zuordnung der Schauspieler zu den jeweiligen Rollen. Man wurde nicht das Gefühl los, dass es wohl nicht genügend Geld für weitere Schauspieler gab, denn an fehlenden Schauspielern kann es ja eindeutig nicht liegen. Zudem kam noch  hinzu,  dass einige Kapitel ausgelassen wurden und man sich nicht ganz an das Buch gehalten hat, was einige Handlungen unverständlich und somit nicht nachvollziehbar machte. Trotz der kleinen, aber sicherlich verbesserbaren Mankos, ist die Aufführung sehenswert.

Lisa Scholz, HHO6