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Schulpartnerschaft mit Qingdao (China): Der erste Schritt

Qingdao ist eine Metropole mit knapp acht Millionen Einwohnern an der chinesischen Pazifikküste. Die deutschen Wurzeln in dieser Stadt, die noch auf die Kolonialzeit zurück gehen, zeigen sich nicht nur an der Architektur einiger Gebäude sowie einer deutschen Bierbrauerei, sondern auch daran, dass sich im Zuge der wirtschaftlichen Kontakte viele deutsche Unternehmen und Universitäten in Qingdao niedergelassen haben, wie z. B. Degussa, TÜV Rheinland und die Universität Paderborn.

 

Im vergangenen Schuljahr hat das Huaxia Vocational Education Centre in Qingdao (China) angefragt, ob seitens des Eduard-Spranger-Berufskollegs Interesse an einer Schulpartnerschaft besteht.

Vor dem Hintergrund der bereits bestehenden deutschen Verbindungen zu Qingdao erschien uns eine Schulpartnerschaft als wünschenswert. Nachdem auch die ersten Vorbesprechungen mit Vertretern des Huaxia Vocational Education Centre vielversprechend verlaufen waren, reiste am Sonntag, den 19.09.2010 eine Delegation unserer Schule (Herr Abstiens, Herr Ragu, Herr Feldhaus und Herr Balla) nach Qingdao, um die Schule und die Umgebung zu erkunden. Ein weiteres wichtiges Ziel dieser Reise bestand darin, die Bedingungen einer Kooperation festzulegen.

Im Folgenden werden die Eindrücke der Reise geschildert.

Nach einer zwanzigstündigen Reise über Frankfurt und Peking kam die Delegation des Eduard-Spranger-Berufskolleg erschöpft und gespannt am Montagabend in Qingdao an. Dort wurde sie von einer Abordnung der chinesischen Schule begrüßt und konnte bei einem Abendessen erste Kontakte knüpfen. In der folgenden Woche hat Herr Sun, der Schulleiter des Qingdao Huaxia Vocational Education Centre, gemeinsam mit einigen seiner Kollegen die Schule und die Umgebung vorgestellt.

 

Herr Sun berichtete, dass der Name „Huaxia“ von einer Kommission aus Hongkong stammt, welche die Schule finanziell unterstützt hat. Die vor allem kaufmännisch ausgerichtete Berufsschule wurde 1995 gegründet und schließt die drei Bildungszweige Finanzen, Außenhandel und Design ein. Von den insgesamt zwölf angebotenen Fächern bilden die Fächer Buchhaltung und Finanzierung einen Schwerpunkt an der Schule. Ein Großteil der insgesamt 2 500 Schülerinnen und Schüler (60 Prozent) wird in diesem Schwerpunktbereich unterrichtet. Die Berufsschule verfügt über 215 Lehrerinnen und Lehrer und ist eine Schwerpunktschule, d. h. eine Schule, welche vorrangig von chinesischen Institutionen gefördert wird.  Hierbei konnte sich die Berufsschule vor allem im Bereich der Schulentwicklung etablieren.

Laut Herrn Sun verfügt die Berufsschule, welche im Herzen der Millionenstadt Qingdao liegt, über zwei Sportplätze und  vier Unterrichts- und Verwaltungsgebäude  auf insgesamt 27 000 m2 . Beim Qingdao Huaxia Vocational Education Centre handelt es sich um eine staatliche Schule, welche sich durch zahlreiche Kooperationen mit unterschiedlichen regional ansässigen Unternehmen wie der Bank of China und der Fachhochschule auszeichnet.

Neben dieser ausführlichen Einführung in den Schulalltag besuchte die Delegation auch Praktikanten der Schule in verschiedenen Betrieben und erhielt außerdem bei verschiedenen Exkursionen in Qingdao und in das Umland anregende und hoch interessante Einblicke in das Leben in einer chinesischen „Boomtown“.

Am Ende der Reise stand die feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch die Schulleiter beider Schulen.

 

Auf Grundlage dieser Kooperationsvereinbarung beginnt jetzt die Planung einer langfristigen Zusammenarbeit, wie z. B. ein Schüleraustausch.

 

Vergleichen Sie hierzu auch folgenden Artikel: 

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/Der-erste-Schritt-id3810198.html vom 08.10.2010

 

Der Internetauftritt der Schule ist hier zu finden:

http://www.huaxia.qdedu.net/index.asp