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Besuch im Kinderhospiz „Arche Noah“ in Gelsenkirchen am
05. September 2007
- Ein unvergessliches Erlebnis und eine Erfahrung fürs Leben. - Zu Beginn waren alle sehr neugierig auf das, was uns erwarten würde, schließlich geht man nicht täglich durch ein Hospiz. Als wir dort freudestrahlend von Herrn Frank Heese, dem Bereichsleiter, begrüßt wurden, sah man nichts von einem trostlosen Ort, sondern viele bunte Wände, Spielsachen, aufgeweckte Kinder und nettes Personal. Zunächst erzählte Herr Heese uns sehr viel zur Gründung der Arche Noah und weiterer Kinderhospize und von dem Leben in ihnen. Das Sterben, betonte Herr Heese, gehöre hier zum Leben dazu. Die Arche Noah, die seit 2001 existiert, sei ein Kinderhospiz, dessen Team aus hochqualifizierten Erziehern, Therapeuten und Kinderkrankenschwestern bestehe. Die Arbeit der „Arche Noah“ ruhe sozusagen auf zwei Pfeilern. Einerseits ermöglicht die Arche Noah schwerbehinderten Kindern eine Art „Urlaub“, in dem sie während eines Kurzzeitaufenthalts betreut werden, der den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen der Kinder entspricht. Dadurch erfährt die Familie Entlastung. Das Hospiz verfügt natürlich nur über eine begrenzte Anzahl an Räumlichkeiten und da jedes Kind, soweit nicht anders erwünscht, ein Einzelzimmer bekommt, stehen Plätze nur bedingt zur Verfügung. Die Kinder kommen unterschiedlich häufig und lange in die Einrichtung, damit die Familien entlastet werden. Andererseits gehört es auch zur Aufgabe eines Hospizes, sterbenden Menschen die letzte Phase ihres Lebens menschenwürdig zu gestalten, die „Arche“ ist nun ein Kinder-Hospiz, d.h. hier werden Kinder aufgenommen, die unheilbar krank sind. Herr Heese zeigte uns bei einem Rundgang durch die Einrichtung zunächst die vielen schönen Spielgelegenheiten sowie Räume, in denen die Sinne geschärft werden können, wie zum Beispiel den sogenannten „Snoezelen-Raum“, in dem die Kinder sich beispielsweise einfach auf ein warmes Wasserbett legen können, Farben an der Wand beobachten oder sogar Töne spüren können. Danach führte Herr Heese uns durch den Wohnbereich der „Arche“, in dem uns auch einige Kinder begrüßten, wie z.B. die kontaktfreudige Yvonne, die unbedingt jedem die Hand geben wollte. Wir besuchten aber auch den kleinen Oualid, der gerade einmal 14 Tage jung ist und bei dem Herr Heese uns die erschütternde Nachricht gab, dass der Kleine nicht sehr alt würde. Da niemand von uns mit solchen Menschen, Geschehnissen und Situationen umzugehen wusste, „kullerten“ bei einigen von uns die Tränen und die Situation bereitete manchem eine Gänsehaut. Nach dem sehr informativen und bewegenden Rundgang brachte Herr Heese uns wieder in den Besprechungsraum, in dem er uns nach unserem Befinden fragte und das Erlebte noch einmal mit uns durchsprach. Dieser Tag war eine neue, interessante Erfahrung für uns mit einer gewaltigen Ladung an Gefühlen…
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