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SV 2007/08
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v. l. n. r.: Herr Manfred Lieske (Unfallkasse NRW), Herr Hans-Georg Katzmarzik (Schulleiter ESBK), Frau Barbara Sommer (Ministerin für Schule und Weiterbildung), Herr Manfred Abstiens (stellv. Schulleiter ESBK)

Verleihung „Gütesiegel Individuelle Förderung“ am 7. April 2008 durch Frau Ministerin Barbara Sommer im Ständehaus in Düsseldorf

Das Eduard-Spranger-Berufskolleg erhielt das Gütesiegel für die Förderung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der „Begleitung von Lernbiografien“, und zwar durch die Vernetzung von Fördern und Unterstützen sowie Fordern.

Die Auszeichnung geht auf eine langfristige interne und externe Vernetzung der pädagogischen Handlungsfelder Beratung, Unterricht, Kooperation und Prävention zurück. Flankiert wird dieser Prozess durch verschiedene schulinterne Lehrerfortbildungsmaßnahmen und die Teilnahme an Modellversuchen der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung.

Beispielhaft sei auf den jetzt abgeschlossenen 3-jährigen Modellversuch MOSEL (Modelle des selbst gesteuerten und kooperativen Lernens und die notwendigen Veränderungen in Bezug auf die Personal- und Organisationsentwicklung) des Modellversuchsprogramms SKOLA verwiesen. Dies gilt ebenso für den Modellversuch des Landes NRW ZUBILIS (Zukunft der Bildung im Strafvollzug des Landes NRW) im Rahmen des EU-Gemeinschaftsprojektes EQUAL. In beiden Modellversuchen wurden die Schülerinnen und Schüler über die Erprobung direkt einbezogen, so dass auch die Nutzenwirkungen für die individuelle Förderung abgeschöpft werden konnten.

Wie ist unser Förderprofil angelegt?

Unsere Förderung ist präventiv und integrativ angelegt, denn gelingende individuelle Förderung nimmt die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler von Beginn an und systematisch in den Blick. Das bezieht u. a. einen intensiven Austausch mit den abgebenden Schulen ein. Die individuelle Förderung ist darauf angelegt, eine Praxis der Förderung, die sich ausschließlich als außerunterrichtlicher Reparaturbetrieb oder Förder-/Forderbetrieb darstellt, zu überwinden. Durch kontinuierliche und systematische Analyse von Lernausgangslagen, Potenzialen und individuellem Lernhintergrund können individualisierte Lernangebote erstellt werden.

Eine dreiköpfige Auswahlkommission (Ministerium für Schule und Weiterbildung und Bezirksregierung Münster) prüften im Zertifizierungsprozess folgende Handlungsfelder ab:

Wie werden im Rahmen der pädagogischen Diagnostik Lernausgangslage, Lernstand und Lernbedarf sowie besondere Begabungen bzw. Lernschwierigkeiten in den Blick genommen?
Wie gestaltet sich die Bildungsarbeit in den Bereichen didaktische Jahresplanung, Gestaltung von Unterricht und Lernangebote?
Wie werden Übergänge begleitet und wie wird Lernen dokumentiert?
Wie wird die Förderung über Strukturen gesichert und die Wirksamkeit geprüft?

Die Erfahrungen und Ergebnisse der einzelnen Bildungsgänge werden ständig gebündelt und in das Gesamtsystem Eduard-Spranger-Berufskolleg übertragen und umgesetzt. Begleitet wird der Ansatz individueller Förderung dadurch, dass Schule auch Spaß machen kann, angstfrei sein muss und für die Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Baustein in ihrem lebenslangen Lernprozess ist. Die Handlungs- und Präventionslinie des Eduard-Spranger-Berufskollegs „GEmeinsam Hinsehen und Helfen“ fand in diesem Zusammenhang den positiven Zuspruch der Zertifizierungskommission.

 

 

 

 

 

 

v. l. n. r.: Herr Hans-Georg Katzmarzik (Schulleiter ESBK), Kathrin Böning (HHO2, Schülervertretung ESBK), Herr Manfred Abstiens (stellv. Schulleiter ESBK)