Frau Fronius beendet ihre Lehrtätigkeit
Zum Ende des Schuljahres
2006/07 hat sich Frau Fronius vom Kollegium verabschiedet, nachdem sie 34 Jahre
lang am Eduard-Spranger-Berufskolleg das Fach „Abrechnung in der Arztpraxis“
unterrichtet hat. 1974 hieß der Beruf, für den sie die Schülerinnen
ausbildete, noch „Arzthelferin“, heute trägt er die Bezeichnung
„Medizinische Fachangestellte“ (MFA) und die Ausbildungszeit ist von zwei
auf drei Jahre gestiegen.
Die Änderung der
Berufsbezeichnung bildet den Wandel ab, den diese Ausbildung im Laufe der Zeit
erfuhr und der auch die Arbeit von Frau Fronius bestimmte. Sie begann 1974 mit
einer „dünnen Gebührenordnung“, wie sie es selbst formulierte.
Um 1974 in die
Unterrichtstätigkeit einzusteigen, absolvierte Frau Fronius (als „Externe“)
die damalige Arzthelferinnenprüfung mit den für sie fremden Fächern Buchführung
und medizinische Fachkunde, die wenig mit ihrer Ausbildung zur Germanistin an
der Universität Bukarest zu tun hatten. Die Liebe zur Literatur, zum Buch hat
vielleicht dazu geführt, dass sie heute Fachbücher schreibt und auch jetzt
wieder an einem weiteren Fachbuch mitarbeitet.
Seit vielen Jahren ist
sie Ko-Autorin mehrerer Lehr- und Nachschlagewerke des Cornelsen-Verlages,
aktuell für die neue Ausbildung zur MFA.
Mit besonderem Stolz erzählt
sie davon, dass sie Familie und Beruf immer miteinander vereinbaren konnte.
Jetzt – nach dem Ende ihrer Unterrichtstätigkeit, ist sie froh, endlich mehr
Zeit für ihre Kinder, die über ganz Europa verteilt leben, und ihre
Enkelkinder (Vierlinge!) zu haben. „Man
lernt aus jeder Lebenssituation“ kommentiert sie diese Tatsache und erzählt,
wie sie sich in Eigenregie mit dem Internet vertraut gemacht hat, um leichter
mit ihrer weit verstreuten Familie zu kommunizieren.
Lernen und lehren in
Klassen mit bis zu 30 Schülerinnen, einen oft trockenen Stoff
konzentriert vermitteln, diesen Arbeitsrhythmus hat sie gerne
eingetauscht gegen einen Lebensrhythmus, in dem Familie, Freunde, die
Leidenschaft für Literatur und das Reisen mehr Raum haben. Wir wünschen
unserer Kollegin noch viele weitere erlebnisreiche Reisen in die Welt und in die
Welt der Literatur.