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SV 2007/08
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Frau Fronius beendet ihre Lehrtätigkeit

Zum Ende des Schuljahres 2006/07 hat sich Frau Fronius vom Kollegium verabschiedet, nachdem sie 34 Jahre lang am Eduard-Spranger-Berufskolleg das Fach „Abrechnung in der Arztpraxis“ unterrichtet hat. 1974 hieß der Beruf, für den sie die Schülerinnen ausbildete, noch „Arzthelferin“, heute trägt er die Bezeichnung „Medizinische Fachangestellte“ (MFA) und die Ausbildungszeit ist von zwei auf drei Jahre gestiegen.

 

Die Änderung der Berufsbezeichnung bildet den Wandel ab, den diese Ausbildung im Laufe der Zeit erfuhr und der auch die Arbeit von Frau Fronius bestimmte. Sie begann 1974 mit  einer „dünnen Gebührenordnung“, wie sie es selbst formulierte.

 

Um 1974 in die Unterrichtstätigkeit einzusteigen, absolvierte Frau Fronius (als „Externe“) die damalige Arzthelferinnenprüfung mit den für sie fremden Fächern Buchführung und medizinische Fachkunde, die wenig mit ihrer Ausbildung zur Germanistin an der Universität Bukarest zu tun hatten. Die Liebe zur Literatur, zum Buch hat vielleicht dazu geführt, dass sie heute Fachbücher schreibt und auch jetzt wieder an einem weiteren Fachbuch mitarbeitet.

 

Seit vielen Jahren ist sie Ko-Autorin mehrerer Lehr- und Nachschlagewerke des Cornelsen-Verlages, aktuell für die neue Ausbildung zur MFA.

 

Mit besonderem Stolz erzählt sie davon, dass sie Familie und Beruf immer miteinander vereinbaren konnte. Jetzt – nach dem Ende ihrer Unterrichtstätigkeit, ist sie froh, endlich mehr Zeit für ihre Kinder, die über ganz Europa verteilt leben, und ihre Enkelkinder (Vierlinge!) zu haben.  „Man lernt aus jeder Lebenssituation“ kommentiert sie diese Tatsache und erzählt, wie sie sich in Eigenregie mit dem Internet vertraut gemacht hat, um leichter mit ihrer weit verstreuten Familie zu kommunizieren.

 

Lernen und lehren in Klassen mit bis zu 30 Schülerinnen, einen oft trockenen Stoff  konzentriert vermitteln, diesen Arbeitsrhythmus hat sie gerne eingetauscht gegen einen Lebensrhythmus, in dem Familie, Freunde, die Leidenschaft für Literatur und das Reisen mehr Raum haben. Wir wünschen unserer Kollegin noch viele weitere erlebnisreiche Reisen in die Welt und in die Welt der Literatur.